In einer Bilderbuch-Weihnachtslandschaft feierten wir gestern Abend unsere Adventsimpressions. Allerdings führten beständige Schneefälle, Kälte und Erkältungen und anderweitige Adventstermine dazu, dass die Gruppe nur sehr klein ausfiel. Trotzdem haben wir wie immer gegessen, diesmal im Kerzenschein, und dann über's Warten gesprochen. Gibt es vielleicht ähnliche Gedanken beim Warten auf Jesus und beim Warten auf den Bus an einer tief verschneiten Haltestelle? Und wie immer haben wir mit Abendmahl abgeschlossen, diesmal als eine Versicherung, dass wir "den Bus nicht verpasst" haben. Die Kinder hatten in der Zwischenzeit jedenfalls jede Menge Spaß auf dem riesigen, fast leeren und tief verschneiten Parkplatz bei Reningsborg.
Ich liebe meinen Herrn. Ich liebe ihn wirklich. Er hat mein Leben auf eine Weise geführt und gestaltet, wie ich es zu Beginn meiner Reise mit ihm nicht zu träumen gewagt hätte. Deshalb stört es mich dieses Jahr auch mehr als sonst, wenn " Joy to the world, the Lord has come " aus allen Kaufhauslautsprechern tönt. Wenn er vermarktet wird und Kassen klingeln lassen soll. Wenn das Unbegreifliche der Menschwerdung vor den Konsumkarren gespannt wird. Vielleicht will deshalb dieses Jahr auch keine typische Weihnachtsstimmung in mir aufkommen. Weil mir so viel an Weihnachten verdreht vorkommt in einer Welt, die Jesus aggressiv verleugnet außer zur Weihnachtszeit, wo er gut genug ist zur Steigerung des Umsatzes. Und nur dazu. Gefühlsduselige Weihnacht zum Doping des Kunden. Wir Christen sind nicht völlig unschuldig daran. Wir haben die Gefühlsduslei erfunden, wenn auch aus gutem Grund. Doch vieles haben wir unnötig verduselt. Zum Beispiel durch unser romantisches Krippenbild. Ein B...
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