Glögg ist die schwedische Version des Glühweins, und es gibt drei beliebte Versionen: Alkoholfrei, Leichtglögg mit 2,2% und "richtigen" Glögg. Letzten Freitag war ich doch tatsächlich mal in der Systembolaget einkaufen (dem einzigen Geschäft Schwedens, wo man alkoholhaltige Getränke über 3,5% kaufen kann) um ein paar Flaschen richtigen Glühwein zu kaufen. Nicht, weil ich es so nötig hätte, sondern weil wir zum Samstag sämtliche Nachbarn, genauer gesagt die ganze Straße mit allen ihren 21 Hausnummern zu uns in die Nummer 10 zum "offenen Haus mit Glögg" eingeladen haben. Wir boten das ganze schwedische Glöggbuffet an; zum Beispiel alle drei Glöggversionen, Rosinen und Mandeln, die man sich hier in den Wein streut, Eiskonfekt, Pfefferkuchenkekse mit Schimmelkäse, Julmust für die Kinder und vieles mehr. Die ersten Gäste, die kamen, meinten schon gleich in der Haustür, dass es sowas ja seit 35 Jahren hier nicht gegeben habe (vor 35 Jahren wurde die Siedlung gebaut). Nicht alle konnten kommen und manche müssen sich an solche Innovationen vielleicht noch gewöhnen, doch es war in jedem Fall eine nette Interpretation des höchsten Gebotes der Bibel. Denn wie heißt es so schön in der englischen Übersetzung? Liebe deinen Nachbarn wie dich selbst!
Der Lohn der Sünde ist Tod. Das steht im Römerbrief, Kapitel 6, 23. Sünde, Tod, klingt nicht angenehm. Vor allem, dass Sünde im Singular dasteht. Der Lohn jeder einzelnen Sünde, egal wie groβ oder klein, ist Tod. Nur einmal die Unwahrheit gesagt, und es ist geschehen. Perfekt gelebt, aber einmal war mir mein Job wichtiger als Gott – vorbei. Sünde ist höchstexplosiv, wenn sie in Gottes Nähe kommt. Wie Benzin, das auch keine Experimente mit Feuer verzeiht. Ein einziger Funken reicht. Wer in die Nähe Gottes kommt – und spätestens nach diesem Leben werden wir alle dort erscheinen – und nur einen einzigen, winzig kleinen Sündenfleck an sich trägt, den wird’s zerreiβen. Zu groβen Verhandlungsdiskussionen wird es gar nicht erst kommen. Einer trostlosen Zukunft sehen wir nach diesem Leben entgegen, denn wer kann schon behaupten, makellos zu sein. Von Jesus wird gesagt, dass er Gott selbst war. Es wird berichtet, Gott sei Mensch geworden. Man liest, er war makellos, ohne Sünde. Er musste nicht ...

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