In meiner neuen Rolle als Mentor für die zwei CA-Projekte in Deutschland wurde kurzfristig ich zur Novavox-Konferenz nach Mainz geschickt, um den Kontakt auch persönlich pflegen zu können. Kurzfristige Flugreisen sind aber immer teuer, die günstigste Alternative war Interrail. So kann man unbegrenzt viele Kilometer reisen, deshalb hab ich die Chance genutzt, nach vielen Jahren endlich wieder einmal bei meinem geistlichen Vater, Bruder, Onkel und Freund Wolfgang Isenburg vorbeizuschauen. Wolfgang leitet die Gefährdetenhilfe Wegzeichen, ein Verein zur Reintegration von Männern am Rande der Gesellschaft. Wolfgang und seine Familie nehmen Männer in ihre Familiengemeinschaft mit auf und leben mit ihnen. Im Laufe der Jahre helfen sie ihnen, im Leben wieder Fuß zu fassen, meistens kein leichter Weg. Ich bewundere diese Arbeit sehr, die Hingabe und Jesusliebe, die dort spürbar wird. Das Wort "missional", welches ja sooo viele Diskussionen hervorruft, gibt es dort nicht im Wortschatz; dennoch ist die Gefährdetenhilfe Wegzeichen missional pur, missionaler Dienst in seiner allerreinsten Form. Hier wird sich nicht gescheut, die Finger dreckig zu machen, Gefahren ins Auge zu sehen, Unbequemlichkeiten zu akzeptieren. Hier gibt es keine Sesselchristen, für die Jesus nur noch eine weitere Lebensversicherung ist. Hier wird gebetet und gearbeitet, gelacht, die Bibel studiert, Gemeinschaft geübt. Bereichert und aufgebaut habe ich mich vom Schwarzwald auf den Weg nach Mainz gemacht.
Zum ersten Teil der Serie geht's hier. Brückenpfeiler Nr. 1: Verankert in der Bibel Eines der tiefgründigsten und eindeutigsten Gebote Gottes findet sich im fünften Buch Mose: Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore. (5Mos 6,4-9) Diese Worte wurden vor tausenden von Jahren gegeben, doch ihre Botschaft ist immer noch sonnenklar: Tu, was du kannst, um nie von Gottes Geboten abgelenkt zu werden. Simpel, oder? Bei uns im Westen finden ...


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