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Toleranz? Nein, danke!

" Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein! " Im toleranten Europa redet man ja gerne abfällig über so manche Methode in der europäischen Kirchengeschichte. Doch weltweit ist es nicht gut bestellt, was Toleranz angeht. Der globale Trend geht eindeutig zur Nichttoleranz - und in erschreckendem Maße auch im toleranten Europa. Seit sieben Jahren untersucht das "Pewforum"-Forschungsinstitut weltweit u.a. den "Sozialen Feindseligkeitsindex" anhand eines Fragekataloges, der Land für Land ausgewertet wird. Je toleranter, desto weniger "Feindseligkeitspunkte" werden vergeben. Zum Vergleich: Luxemburg gehört mit einem Index von 0,0 zu den tolerantesten Ländern der Erde. Als intolerantestes Land gilt laut dieser Studie Pakistan mit einem Index von 9,8 gefolgt von Indien mit 9,6 (2012). Ziemlich düster sieht es für Deutschland aus: Dort entwickelte sich der Index von 2,1 (2007) auf 5,6 (2012). Deutschland erhält z.B. v...

Ladies and Gentlemen: Karaookeeee!

Ab Januar gib't nur noch einmal monatlich H2O-" Expressions ". Zur Erinnerung: Expressions ist das, was es sonst in Gemeinden selten gibt - regelmäßige Sonntagsspaßveranstaltungen just for fun. Denn Gemeinschaft ohne Spaß ist todlangweilig, finden wir. Und ernste Gemeinschaft gibt es in Gemeinden zur genüge, oder? Jetzt also nur noch einmal im Monat, denn dann bleibt es was besonderes aaaber wenn schon denn schon und dann aber auch richtig: Premiere 2014 machte ein Karaokeabend. Gestern bei H2O. Ungeahnte Talente. Überraschungen. Fetz und Stimmung. Bedauerlich für jeden, der nicht da war.

Gebetsclip im Januar

"Deutsche!! Weniger! Loben! Gefälligst!!!"

Für den Teil meiner Arbeit, allgemeine Trends zu sehen und für die Gemeinde auszuwerten, sind Internet und besonders die sozialen Medien eine Goldgrube. Da kriegt man so manche globale und lokale Strömung mit. Und manchmal findet man echte Kuriositäten. Wie zum Beispiel jüngst in der Süddeutschen Zeitung. Da wird doch tatsächlich deutschen Eltern empfohlen, mit Lob nur äußerst sparsam, gemäßigt und sehr gewählt umzugehen. Erst hatte ich Laut gelacht, weil ich das für eine orginelle Selbstverarschung der deutschen Kultur hielt. Doch dann musste ich mit hängendem Kiefer einsehen, dass das hier kein Witz sondern wissenschaftlicher Ernst war. Die Kommentare deutscher Leser bestätigen sogar kräftig die Wichtigkeit dieser Einsicht: Deutsche, um alles in der Welt, lobt noch weniger und auf gar keinen Fall zu viel !! Stirnrunzelnd fragte ich mich, ob es in deutschen Zeitungen auch Artikel gibt wie: "Franzosen, trinkt doch mal guten Wein!" oder "Afrikaner! Warum bewegt ihr e...

Mitgliedschaft oder Ohnegliedschaft?

Ok. Hier sind also ein paar der wichtigsten Puzzlesteine, ohne Puzzlevorlage: Biblisch gesehen ist eine formelle Mitgliedschaft ein nichtexistentes Thema. Kein Jünger erhielt einen Mitgliedsausweis. Kulturell und traditionell gesehen ist eine formelle Gemeindemitgliedschaft bei uns eine als gegeben vorausgesetzte Selbstverständlichkeit. Keiner der mir bekannten Gemeindebünde oder Denominationen kann mit einer nicht eindeutig zählbaren Mitgliedschaft leben. Die ganze Organisation von der Basis bis zur Spitze erfordert dies. Mitgliedschaft als solche ist etwas statisches. Man wird Mitglied und bleibt es, bis man stirbt oder austritt. Oder rausgeschmissen wird. Karteikarten sind geduldig. Nachfolge ist etwas dynamisches. Man entscheidet praktisch jede Minute neu, ob und wie weit man Jesus nachfolgen möchte.  Das statische Wesen der Mitgliedschaft führt zu Karteileichen (besonders deutlich in den großen Kirchen). In Schweden verfügt auch jede Freikirche über ein mehr oder wenig...

Mitgliedschaft, oder...?

Mitgliederwerbung à la Schalke 04: Genauso empfinden viele beim Thema Kirche - hier lebt man nicht, hier wird man gelebt aufgrund vieler Vorschriften und Erwartungen. (Foto: Schalke 04) Mitgliedschaft wird eines von diesen Themen werden, an denen sich in frommen Kreisen noch so mancher Geist scheiden wird. Ich sehe es, ich spüre es. Schon lange warnen konservative, fromme Kreise vor den zahllosen Irrlehren der "Missionalen", der "Gesellschaftsrelevanten" und " Emergenten ", wie sie es nennen. Einer der vielen Beweise für die "falschen und unbiblischen Lehren" dieser neuen Bewegungen sei es, dass hier u.U. auch allen Ernstes die Gemeindemitgliedschaft hinterfragt werde. Nun, es ist in der Tat wahr, dass viele neue Gemeinden gewisse Anpassungen an das traditionelle Konzept der Mitgliedschaft vornehmen. Ist das nun eine gute oder eine schlechte Nachricht? Es verirren sich nur sehr wenige Leser mit einer brillenlosen Gemeindekurzsichtigkeit vo...

Der eintausendste Blogpost auf new-reformation!!!

Das feiern wir mit einer wichtigen Mitteilung: Jesus ist Herr! Und nicht die Medien.  Auch nicht die Gesetzgeber.  Weder das Geld noch die Mafia. Die Wirtschaft wär gerne Herr - ist es aber nicht! Weder Atombombenbesitzer noch das Militär. Nestlé und Co? Nope! Keine Terrorgruppe, Menschenhändler, Ausbeuter. Nicht der Herr Direktor. Kein Sektenguru oder Religionsführer, so christlich er sich auch schimpfen mag. Kein Chef, böser Onkel, grantiger Nachbar. Niemand, der glaubt, Herr der Lage zu sein, ist Herr. Sie alle führen sich zwar auf, als wären sie Herren.  Als hätten sie zu bestimmen in dieser Welt.  Als könnten sie dein Leben manipulieren, lenken, indoktrinieren.  Und nur allzuoft glauben wir ihnen.  Folgen ihnen.  Tun, was sie sagen.  Ohne je zu fragen, was der wahre Herr will, das wir eigentlich tun oder lassen sollen.  Jesus ist Herr!  Der gute Herr.  Der niemand ausnutzt.  Der de...

Sie werden mich verurteilen.

Viele der ersten Stunden dieses Jahres verbrachte ich auf der Notaufnahme. Ein Freund hatte nach längerer Abstinenz einen Rückfall erlitten. Nun bestand Lebensgefahr. Das Krankenhauspersonal erkannte sofort meine beruhigende Wirkung auf den Patienten und wollte, dass "Pastor Markos" - als solcher werde ich jetzt offiziell in der Krankenakte geführt - bei sämtlichen Untersuchungen und Maßnahmen ununterbrochenen Blickkontakt mit dem Patienten halte. Zum Glück habe ich jahrelang auf Intensivstationen und in OP-Sälen gearbeitet, so dass ich teilweise sogar etwas mit zur Hand gehen konnte. Mein Freund überlebte und ist auf einem guten Weg der Besserung. Täglich besuche ich ihn. Eines unserer neulichen Gespräche neulich machte mich besonders nachdenklich. Er sagte, dass die Leute ihn für das Geschehene verurteilen werden. Er kenne das gut. Verurteilung geschieht heutzutage nicht mehr durch öffentliche Steinigungen und auch selten mit offenen Worten. Meistens verurteilt man dur...

Då drar vi igång

was soviel heißt wie "dann legen wir mal los". Heute geht für die meisten Schweden der Alltag nach der Weihnachtspause wieder los. Was in Deutschland "Heilige drei Könige" ist, heißt hier "Dreizehnter Weihnachtstag", ist landesweiter Feiertag und gleichzeitig der offizielle Abschnluss der Weihnachtspause. Ich bin schon seit dem 2. wieder im täglichen Einsatz, doch ab heute heißt es für den größten Teil der Bevölkerung wieder aufstehen und lernen, studieren, arbeiten. Seit dem 21. Dezember ist der Tag angeblich schon wieder 20 Minuten länger geworden - aber davon merkt man hier nichts. Alles ist grau. Es regnet nahezu permanent bei unglaublichen 7 Grad. Meine Befürchtung ist, dass der Winter erst zu Ostern kommt. Bei H2O haben wir am schon vergangenen Sonntag "igång gedrat". Ab sofort werden wir fast jeden Sonntag "Impressions" feiern (wöchentliche Mitbringparty mit geistlichem Gespräch, Gebet und Abendmahl), nicht nur zweiwöchentlic...

Neues Jahr - neues Glück?!

"Glück" scheint ja 2014 ein prominentes frommes Schlagwort zu werden. Vor vielen, vielen Jahren, als ich noch jung und schön war, hörte ich oft zum Jahreswechsel so etwas wie "Neues Jahr, neues Glück". Versuchen 'mer's halt mal wieder - und schau'n mer mal, wie's wird. Ob's überhaupt was wird. Klingt ein wenig niedergeschlagen, oder? Als sei man ständig Opfer der Umstände, an denen man nichts ändern kann. Und vieles muss man in der Tat hinnehmen, wie's ist. Ein Kapitän oder Pilot kann sich weder das Wetter noch die Leute an Bord aussuchen. Doch er hat ein festes Ziel - und dort anzukommen, ist kein Glücksspiel, sondern Entschlossenheit, Können und Anpassungsfähigkeit. Wie im echten Leben. Nur wer kein Ziel hat, erlebt jedes Jahr als neues Glücksspiel. So auch bei H2O. Unser Ziel ist es, H2O bis 2018 zu einem selbstständigen Organismus werden und heranwachsen zu lassen. Das Wetter und die Leute können wir uns nicht aussuchen. Vielleicht mü...

Der Jahreslosungs-Rap

Alle Jahre wieder schreibe ich hier zum Jahresanfang ein paar Gedanken zur Jahreslosung. Warum die Losung nicht mal rappen? Nein, ich gebe weder vor ein Rapper zu sein noch einer zu werden. Aber das muss ja niemanden abhalten, Neues zu probieren, oder?! Und hier der Text zum (Mit-) Lesen: Was ist Glück? Ist dein Glück allein ein Zufall? Eine Güte des Geschicks? Musst du Schlange stehn und warten Auf die Gunst des Augenblicks? Bist du Opfer deines Schicksals Ausgeliefert deinem Los? In verhängnisvoller Ahnung Spürst du schon den nächsten Stoß... Was ist Glück? Bist unzufrieden mit dem Pastor. Mehr Moneten wären nett. Wärst gern sexy wie Brad Cooper, Doch die Wampe ist zu fett. Perspektivenloses Leben, Alles dreht sich nur im Kreis. Immer nur die gleiche Leier, Jeden Tag derselbe Mist. Was ist Glück? Siehst die Reichen all da oben, Leichtfüßig und unbeschwert, Während Lottofee beharrlich Dir sechs Richtige verwehrt. Siehst deren sorgenloses Leben N...

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Das Jahr geht zu Ende und wir freuen uns auf ein paar ruhige Tage. Wir wünschen allen ein ruhiges und friedliches Weihachtsfest und ein hoffnungsvolles neues Jahr. Alles Gute und 2014 hören oder sehen wir uns wieder! Eure Familie Fritsch (samt den H2O-Weihnachtsphilosophen:)

Dezemberclip

Sarx

invertiertes Kotelett Meine Eselsbrücke zum Einprägen des altgriechischen Wortes für "Fleisch" war, dass σάρξ (sarx) ein bisschen wie "Sarg" klingt. Das war einfach zu merken, denn Fleisch muss ja schließlich vergehen und verwesen. Ja, sollte es nicht sogar bewusst mit Christus gekreuzigt werden? Es erinnert mich an eine Geschichte, die ich in den Anfangstagen meines Glaubens einmal las. Nach dieser Geschichte gab es ein Piratenschiff, das auf allen geenterten Kähnen die Hälfte der Besatzung umbrachte und dann jeweils einen toten Matrosen an jeweils einen lebenden Matrosen fesselte und die zwei an einen Mast band. Die halbtote, halblebendige Besatzung wurde so ihrem Schicksal überlassen. Der fromme Autor jenes Buches schrieb, dass die Armen also regungslos an einen Toten gefesselt, hilf- und steuerlos übers Meer treiben mussten. Manchmal wurden sie jedoch rechtzeitig gefunden, und jener befreiende Augenblick, wo die Lebenden von den Toten losgeschnitten wurden...

Sozialunternehmen: Ein paar Grundlagen

Im vergangenen Gebetsclip erwähnte ich erstmals unsere Idee vom möglichen Start eines Sozialunternehmens. Es wäre nun vielleicht an der Zeit, ein bisschen mehr Hintergrund zu geben um verstehen zu können, wie wir denken. Ich werde wohl ein wenig ausholen müssen, und Ihr werdet Euch irgendwann bestimmt fragen, was diese Ausführungen eigentlich mit dem Thema "Sozialunternehmen" zu tun haben. Antwort: einfach weiterlesen. Ihr werdet schon dorthinkommen, dass Ihr meinen heutigen Punkt zum Thema versteht. Vorsicht: längerer Text! Ich bitte um Verzeihung... "Höre, Kirche...!" Eigentlich beginnt alles mit 5Mos 6,4: Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Dieses sogenannte " Schma Jisrael " ist das Herz der fünf Mosebücher und damit des ganzen Judentums - und somit wiederum Wurzel, Fundament und zentrales Gen der Christenheit. Es diktiert  das monotheistische Wesen unseres Glaubens -  ein Gott und kein anderer! - direkt gekoppelt an das ...

ausgeknockt

Oh, wie nervig. Seit über einer Woche ist das Bett mein Aufenhaltsort Nr 1, mit Grippe, Fieber, starken Kopfschmerzen. Konzentration unmöglich. Kamillentee, Honig, exorbitanter Tempoverbrauch. Meine aus D und GB importierte Grippemedizin geht zu Ende (all die schönen Mischpräparate gibt's in Schweden gar nicht!) Geht mir langsam auf den Sender, und wer auf new-reformation wieder mal was lesen möchte, darf gerne ein Gebet um baldige Genesung sprechen. Danke!

Frankfurt kritisiert den Papst

Hört, hört, der Papst wird unbequem. Dass die FAZ gestern einen ansehnlichen Artikel mit ordentlicher Kritik zu inhaltlichen Aussagen des Papstes veröffentlicht, finde ich höchst interessant. Und es zeigt mir dreierlei. Erstens: Es wird gehört, was der Papst sagt. Und nicht nur das, es wird sogar ernstgenommen, denn in Mainhattan fühlt man sich ja ganz offenbar persönlich angesprochen. So sehr sogar, dass man meint, sich rechtfertigen zu müssen. Damit wird deutlich, dass Deutschland längst nicht so säkular ist, wie man vielleicht meint. In einem wirklich säkularen Land könnten Papst & Co. sich die Münder fusselig predigen und es erschiene in keiner einzigen weltlichen Zeitung. In solchen Ländern fragt man sich nach Lektüre der Presse, ob es überhaupt noch Religion auf der Welt gibt, außer den lebensgefährlichen Fanatikern freilich. Zweitens ist diese Diskussion ein winziges Symptom der riesigen, globalen Veränderungen, die derzeit auf unserem Planeten vor sich gehen. Ein an...

Zukunft auf dem Friedhof

So resoniert der evangelische Theologiestudent Hannes Leitlein über seine mögliche Zukunft als Pfarrer - in Anbetracht von Kirchenfinanzen, viel zu großen Pfarrbezirken und mindestens einer zu erwartenden Beerdigung täglich. Zum nahenden ersten Advent sind sicher hoffnungsvollere Themen angebracht. Dennoch möchte ich Euch diesen gut geschriebenen und nachdenklich stimmenden Artikel nicht vorenthalten.   O Gott, was kommt da auf mich zu? Von Hannes Leitlein Pensionen statt Visionen  Wenn ich in wenigen Jahren mein Studium abschließe, wird auch die evangelische Kirche am Ende sein. Zwar sprudeln im Moment die Kirchensteuereinnahmen trotz schwindender Mitgliederzahlen wie nie zuvor, aber schon jetzt ist klar, dass die Kirche mit ihren geburtenstarken Pastorenjahrgängen selbst in den Ruhestand versetzt wird. Alle verfügbaren Mittel sind etwa vom Jahr 2020 an für die Pensionsansprüche eingeplant.  Die vergangenen Generationen haben sich im Wohlstand eingerichtet...

Happy Thanksgiving!

Erst heute ist der offizielle Thanksgivingtag. Deshalb veröffentkuchen wir auch erst heute das offizielle H2O-Thanksgiving-Video vom Fest, wie wir es letzten Sonntag schon mal vorgefeiert haben.

Thanksgiving!

Eine amerikanische Tradition macht bei H2O die Runde, und hat auch noch Erfolg. Seit nun sechs Jahren feiern wir H2O'ler regelmäßig in der letzten Novemberwoche Thanksgiving, so richtig mit Turkey, Sweet Potatoes und Pumkin Pie. Von Jahr zu Jahr schlagen wir dabei neue Teilnehmerrekorde. So auch gestern. Zu unseren zweiwöchentlichen " expressions " luden wir gestern zu einer Thanksgivingfeier ein. In weiser Voraussicht baten wir dieses Mal um Bestätigung der Teilnahme - knapp 50 sagten zu und kamen auch, ungefähr 15 mehr als letztes Jahr. Es gab supergutes Essen, eine Andacht zum griechischen Wort eucharistos (in welchem übrigens das Wort charis versteckt ist) eine interaktive Danksagungsrunde und spontane Musikbeiträge. Interessant, dass eine amerikanische Tradition hier so gut ankommt. Wir wollen dankbar sein und Dank sagen!