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Ja, ABER...

Der Hauptmann von Köpenick konnte sich noch des totalen Gehorsams aller Menschen erfreuen, nur weil er eine Uniform trug, und der Kaiser selbst fand das sogar höchst vorbildlich. Nach dem zweiten Weltkrieg hat man uns in Deutschland Gott sei Dank beigebracht, selbst zu denken und Dinge zu hinterfragen. Fast immer aber, wenn man vom Pferd fiel, ist die Gefahr groß, nun auf der anderen Seite das Gleichgewicht zu verlieren - und uns Deutschen fällt es seither ziemlich leicht, uns einen Ruf als Kritiker und Besserwisser zu verschaffen, weil wir das Haar in der Suppe sofort erkennen und uns nicht scheuen, es auch sogleich anzusprechen. Deshalb möchte ich ganz meiner deutscher Herkunft entsprechend auch sogleich damit beginnen, was es an der Täufern auszusetzen gäbe. Nein, auch die Täufer waren nicht perfekt. Wie schon erwähnt, wer lange hinterm Gaul hergeschliffen wurde, fällt schnell auf der anderen Seite runter. Es gab einige äußerst kuriose und merkwürdige Entwicklungen die man heut...

Kirche kriegt Krise

Die Täuferbewegung wuchs rasend, und zwar nicht nur in der Schweiz, sondern auch anderswo, vor allem in Deutschland. Die Täufer waren wenig organisiert, es war mehr wie ein Feuer, das unverhofft an mehreren Stellen gleichzeitig ausbrach. "Wer Jesus nachfolgen will, muss es von ganzem Herzen tun" - so ungefähr kann die Grundhaltung der Täufer ausgedrückt werden. Dazu gehörten einige Haltungen und Überzeugungen, die sich massiv von üblicher Kirchenansicht - auch reformatorischer - unterschieden, allen voran die bereits erwähnte Tauffrage. Für die Kirche war das eine höchst bedrohliche Situation. Die Kindertaufe in Frage zu stellen, hieß am Thron der Macht der sägen. Die Kirche war schließlich eine territorial eingeteilte Institution im Auftrag des Staates, und wer die Staatsbürgerschaft=Religionszugehörigkeit von Geburt an in Frage zu stellen wagte, war eine ernste Bedrohung. Die gesellschaftliche Stabilität hing nach Ansicht damaliger Herrscher von der Kindertaufe ab; wer...

Herzlichen Glückwunsch nachträglich!

Am vergangenen Montag vor 488 Jahren geschah etwas merkwürdiges. Man schrieb das Jahr 1525, die Reformation war in vollem Gange und viele Menschen fühlten sich erleichtert. Immer mehr hingen den Reformatoren an den Lippen, begannen, selbst die Bibel zu lesen und zu verstehen. Schüler des Reformators Zwingli kamen zu einer für sie erschreckenden Erkenntnis: Die Kirche war totalitär, weil sie Menschen gegen ihren Willen den Glauben aufzwang. Alternativen waren absolut verboten. Die Zwinglischüler sahen die Kindertaufe als Wurzel des Übels an, weil hier aus willen- und hilflosen Babys künftige Mitglieder gemacht wurden. Eine Taufe müsse aber nach dem Glauben kommen, und christlicher Glaube kann nur bedeuten, sich aus freien Stücken entschieden zu haben, Jesus konsequent nachzufolgen. Die Gruppe diskutierte eifrig mit ihrem Lehrer Zwingli und forderte ihn auf, die Tauffrage in die öffentliche Diskussion aufzunehmen. Doch Zwingli wagte nicht. Er wusste, dass diese Frage politischer Spre...

Das Warten der Gerechten

Seit langer Zeit las ich heute morgen wieder einmal die "Losungen". Wie schon bei der diesjährigen Jahreslosung erwähnt, ist diese Tradition hier längst nicht so bekannt wie in deutschen Landen, wo die von Zinzendorf entwickelte Idee ja ursprünglich auch herkommt. Das Warten der Gerechten wird Freude werden. Das ist also der heutige Losungsvers aus Sprüche 10,28. Als Lehrtext hat man passenderweise Hebräer 10,36 hinzugefügt: Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt. Ich dachte an Carmen, die sich im Juli entschieden hat, Jesus nachzufolgen. Fast jede Woche trifft sie sich mit Karen und mir, um alle ihre vielen Fragen zu besprechen. Sie möchte alles lernen, was es zu wissen gibt. Sie hat Gottes Güte buchstäblich geschmeckt und Seine übernatürliche Kraft erlebt, die aus jedem Sumpf des Lebens retten kann. Eine Frage, die sie nun schon öfter gestellt hat, ist: Warum lässt sich Gott denn immer so furchtbar viel Zeit? Gute Fr...

"Kirche, oh Kirche..."

...könnte man fast meinen, das Jesus im Himmel seufzen muss, so wie er es z.B. in Lukas 13,34 auch über Jerusalem tat. So vieles ist so falsch gelaufen. Listet man nur einen kleinen Bruchteil aller verhängnisvollen Entwicklungen auf, wie ich es in den vergangenen Tagen gemacht habe, liegt der Rückschluss nahe, man wolle dem "Leib Christi" übel nachreden oder ihn sogar verklagen. Was micht betrifft, so wünsche ich keiner Kirche etwas Übles, egal, unter welchem Namen sie sich vermarktet. Im Gegenteil. Es ist sogar mein Job, einen Löffel zu entwickeln, mit dem der kranke Leib Christi seine Medizin reinschlürfen kann. Ich wünschte mir nichts mehr, als dass er wieder gesund und stark wird. Allerdings liegt die Gesundheit des jetzigen irdischen Körpers Jesu nicht in institutioneller Macht und seine Stärke nicht in der Gunst der Behörden oder des Staates. Diese Dinge waren und sind Gift, haben viele Körperteile und Organe stark beschädigt. Das Herz ist extrem schwach geworden. Das...

Die Verumständlichifizierung des Evangeliums

Mach den Stoppuhrtest: Bitte jemanden aus einer Gemeinde, dir mal kurz das Evangelium zu erklären. Oder, wenn du es selbst meinst zu kennen, dann tu so, als würdest du es jemandem erklären. Begrenze Dich auf das Allerwichtigste. Nur, was man wirklich wissen muss, zählt. Mach's laut und hörbar, und miss auf jeden Fall die Zeit. Du hast ein paar Minuten zum Nachdenken, während du deine Stoppuhr holst und startbereit machst. Auf die Plätze, fertig, los. Und?! Wie gings? Wie viele Worte? Wieviele Sekunden? Minuten? Hast du sogar mehrere Leute gefragt? Was ist Bestzeit, Durchschnitt, gab's echte Prediger? Ich bin mir ganz sicher, dass die allermeisten heute viel mehr Zeit und Worte für "die gute Nachricht" brauchen, als es in den ersten drei Jahrhunderten üblich war. Die brauchten nämlich nur sieben Worte, und alles war gesagt: Jesus ist Herr und nicht der Kaiser. Das war "Evangelium", gute Nachrichten, brachte Menschen zum erleichterten Durchschnaufen. ...

Im Namen des Kreuzes: ✖♒☁ϟ☠†!

Wir alle kennen sie, die Kruzifixstreite. Das Kreuz sei grausam, erinnere an Unterjochung und solle besser aus dem Leben verschwinden. Zumindest aus dem öffentlichen. Christen finden solche Forderungen unerhört: Wie kann man so ein zentrales, christliches Symbol nach so langer Zeit plötzlich einfach so abschaffen?! Leben wir denn nicht in einem christlichen Land? Doch die Logik ist offensichtlich: Kreuze verschwinden, wenn die Kirche demontiert wird. Es ist u.a. der Preis dafür, dass zu viel christliche Symbolik zu lange als Zeichen der Macht missbraucht wurde. Zwei Beispiele aus den Tagen, wo die Kirche aufhörte, Jesus zu folgen: Am Vorabend der Schlacht gegen seinen Rivalen Maxentius sah der römisch-heidnische Kaiser Konstantin angeblich eine Vision. Konstantin deutete das ihm erschienene Bild als die ersten zwei Buchstaben des Wortes "Christus" - und damit als Orakel. Er ließ das gesehene Symbol, heute als "Christusmonogramm" bekannt, unmittelbar als Glücksbrin...

Das Problem namens Jesus

" How do you solve a problem like Maria? " (Wie löst man ein Problem namens Maria?) sang die Äbtin im Musicalfilm " Sound of Music " über die aufmüpfige Nonne Maria, die sich einfach nicht an die klösterlichen Gegebenheiten anpassen wollte. 1600 Jahre vor der Sound-of-Music-Komposition muss die Kirche aber schon ein sehr ähnliches Lied gesungen haben: "Wie löst man ein Problem namens Jesus?!" Jesus wollte sich nämlich auch nicht an die neuen, kirchlichen Gegebenheiten anpassen; sein irdisches Leben und seine herausfordernden Lehren machten es den damaligen Leitern extrem schwer, nachdem die Kirche aufgefordert wurde, offizielle Staatsreligion des römischen Reiches zu werden. Ganze drei Jahrhunderte lang hatte Jesus und ihm nachzufolgen (und zwar auf Gedeih und Verderb) im absoluten Mittelpunkt des Christenlebens gestanden. Allein die Bergpredigt gab genug herausfordernde Hilfestellung für Jesusnachfolger in ihrer damals sehr ausgegrenzten Lage: Wie v...

... and the church came tumbling down.

Foto: Òran Mór (www.oran-mor.co.uk) Wenige Monate vor Geburt dieses Blogs zogen wir aus Glasgow zurück nach Deutschland. Dort in Glasgow gab es nicht weit von unserer Adresse die "Kelvinside Parish Church". Gab es.  Gibt es aber nicht mehr. Heute ist dieses beachtliche Gebäude ein renommierter Nachtclub. Statt "Heiligenschein" ziert ein schiefer, blauer Neonkringel den Kirchturm, und das Innere der Kirche wurde ebenfalls interessant neuinterpretiert. Foto: http://oran-mor.co.uk/history/alasdair-gray/ Auf der Insel ist die Vermarktung von Kirchengebäuden schon lange gängiger Trend. In Ländern hingegen, wo Pfarrersgehälter immer noch größtenteils von staatlich eingetriebenen Steuern finanziert werden (z.B. Deutschland oder Schweden), hält sich die Illusion aufrecht, alles sei in Butter. Man kann aber auch weder auf deutsch noch auf schwedisch diesen treffenden sprachlichen Unterschied machen wie im Englischen: Dort unterscheidet man nämlich zwischen "...

Gebetsclip

PS: Ich liebe übrigens jeden Weihnachtsbaum (ganz besonders natürlich unseren eigenen...)! Auch wenn "Oh Tannenbaum" nicht gerade einer christlichen Tradition entsprungen ist. Aber ich stehe auf dem Standpunkt: Zur Freiheit hat uns Christus berufen! Wer nicht den Baum anbetet, sondern das Kind in der Krippe und weiß, wer dieses Kind ist, der darf zu Ehren dieses Ereignisses auch sein Haus schmücken und sich in Kreativität üben, welch neue Symbolik man diesem Schmuck gibt.

Einbruch

Eine schöne Bescherung! Zwei mit wenig Scharfsinn gesegnete Menschen haben nachts auf umständlichste Art 50kr Wechselgeld (ca. € 5,50) aus der H2O-Kioskkasse erbeutet, wo sich die anderen Mieter der Büroräume schon mal einen Kaffee oder ein paar Snacks kaufen können. Am Fernsehapparat, der uns vor knapp drei Jahren von einem TV-Geschäft zur WM gespendet wurde, waren sie auch interessiert, aber nachdem die beiden einen Riesenwackermann weit geschleppt und durch's Glas geworfen hatten, war ihnen der wohl zu schwer geworden. Oder hat der Alarm sie vertrieben, dessen unerträglich schriller Ton Schädel zerspringen lässt? Wie auch immer, es hätte schlimmer kommen können. Doch 20.000kr Schaden sind eigentlich schon schlimm genug. Das Geld hätte auch sinnvolleren Zwecken dienen können. Ein Fall, der mich wieder an Albert Einstein erinnert, welcher gesagt haben soll: " Nur zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir jedoch nicht g...

Raus mit euch!

For English, click here Die " Jahreslosung "* ist ein deutsches Phänomen. Wahrscheinlich hat man in deutschen Gemeinden bis heute schon so viel davon gehört, dass allen germanischen Christen die Jahreslosung 2013 schon längst wieder aus den Ohren heraushängt. Jenseits der Teutonen ist das anders. Erst vor wenigen Tagen erfuhr ich von der heurigen Losung. Hier, hoch im Norden, hörte ich noch keine Predigt zum Thema, las keine Andacht, nix. Völlig unbeleckt öffnete ich also den Hebräerbrief um Kapitel 13, Vers 14 zu suchen. Und was finde ich? Einen Abschnitt, der mein Herz zum Höherschlagen und den Blutdruck zum Steigen bringt. Ein missionaler Appell, wie er wohl kaum zu übertreffen ist: Raus mit Euch, ihr Frommen! Was sitzt Ihr da in euren Tempelmauern? Poliert ihr Heiligenscheine? Oder wartet ihr immer noch, dass die Welt in euer feines Jerusalem kommt? Wisst ihr denn nicht, wo sich euer Meister befindet? Draußen ist er, wo sich das gefallene Leben abspielt, da, wo di...

Silvester!

WEIHNACHTEN!

Geschafft! Puh! Durchschnaufen. Die Saison ist vorbei. Mit einem exotischen weil internationalen Weihnachtsbuffet versammelte sich die H2O-Gemeinschaft gestern zum letzten Mal offiziell in diesem Jahr. "Ris à la Malta", das typisch schwedische Weihnachtsdessert, durfte natürlich auf gar keinen Fall fehlen! Inoffiziell haben wir uns sogar nochmal heute Vormittag getroffen, um daheim bei Berglunds mit einigen Gästen eine kleine schwedische Weihnachtsfika einzunehmen oder um den Weihnachtsbaum zu tanzen... Wir sind sehr zufrieden und sehen auf einen interessanten Herbst zurück. Gleichzeitig sehen wir erwartungvoll auf einige Dinge, die 2013 zur Entfaltungen kommen werden. Doch jetzt ist erstmal Weihnachten. Für mich heißt das dieses Jahr, fast zwei Wochen Winterschlaf zu halten. Keine Termine. Handy aus. Computer auch, meistens jedenfalls. Nur schlafen, essen, spielen. Spazieren gehen. Lesen. Und meine Kamera. Ich freue mich wie ein Schneekönig. Apropos Schnee: Es sc...

Was ist seliger als nehmen?

Wie kommentierte Jesus doch gleich das sprichwörtliche " Scherflein der Witwe "? Er sagte, dass alle anderen nur aus ihrem Überfluss heraus gegeben hätten, die Witwe hingegen habe alles gegeben, was sie zum Leben habe. ( Noch nie davon gehört?! Ab zum Bücherregal, Bibel finden, im letzten Drittel dieses Wälzers gibt's einen Teil namens "Markus", Kapitel 12 suchen und Verse 41-44 lesen! ) In der Weihnachtszeit wird traditionsgemäß immer viel gegeben; das Spendenaufkommen ist viel höher als sonst. Und das ist sehr gut so, obwohl die meisten ja doch nur einen Teil ihres Überflusses geben. Wer gibt schon freiwillig etwas Lebenswichtiges her? Doch Jesus meint, der Wert einer Gabe erhebt sich erst dann ins Quadrat, wenn's nicht nur ein Abstrich vom Luxus ist; und er potenziert sich nochmals um ein Vielfaches, wenn die Gabe nicht griesgrämig, sondern mit einem Herz der Liebe gegeben wird. So denken wir bei H2O auch. Deshalb wollen wir als Minikirche nicht mit dem...

Personnummer!

Ganze drei Monate hat das schwedische "Skatteverk" (Finanzamt) gebraucht, um sich zehn Ziffern für Julianas Personennummer auszudenken. Viele von Euch haben viel dafür gebetet, dass der Herr den schwedischen Beamten doch die richtigen Zahlenvisionen geben möge. Die behördliche Kreativität im Zahlenausdenken wurde allerdings erst dann massiv gesteigert, als zu befürchten stand, dass dem Staat einige Kronen Steuer verloren gehen könnten - denn ohne Personennummer ist das Einzahlen von Steuern ebenfalls eine schiere Unmöglichkeit. Das ist also der heute ausgestellte "Personbevis" - der Beweis, dass Juliana existiert und das staatlich verbürgte Recht zum Steuerzahlen hat. Damit gehen freilich noch andere Annehmlichkeiten einher wie zum Beispiel eine Krankenversicherung. So eine Personennummer kriegt noch längst nicht jeder zu Weihnachten geschenkt, oder?! Danke für's Mitbeten!

H2O überlebt 12-12-12 12:12!

Der Angstschweiß fror trotz Salzgehalt bei -15°C zu weihnachtlichen Eisperlen auf der Stirn. Was sollen wir um 12:12Uhr tun? Duck and cover?! Kniend beten? 60 endlose Sekunden in lähmender Unwissenheit. Was wird passieren? Dann endlich die erleichternde Gewissheit: Kein Weltuntergang! Kein Meteorit! Das H2O-Team überlebt die kritische Minute um 12:12 ohne Kratzer und Verletzungen.  Hier der Beweis: Foto aufgenommen am 12.12.12 um 12:13 Uhr Der einzige Nachteil: Jesus ist auch nicht wiedergekommen...

Handla för Andra!

Na also! Das ging doch ganz vernünftig! Zum zweiten Mal hatten wir heute einen "handla för andra"-Tag, wieder von Juliana organisiert, und heute in gleich vier Göteborger Lebensmittelläden gleichzeitig, teilweise sogar sehr großen. "Handla för andra" ist ein schönes Wortspiel, was sich im Deutschen leider nicht so wohlklingend wiedergeben lässt: Für andere einkaufen , das klingt irgendwie anstrengend. Nun, was ist "Hanlda för anda" also? Das haben wir allen Freiwilligen heute morgen auch erstmal bei einem netten Frühstück erklärt. Alle Freiwilligen werden erstmal in ein TjänaStan-T-Shirt gesteckt, damit sie auch erkannt werden. Dann geht es gruppenweise zu den einzelnen Geschäften, die natürlich wissen, dass wir heute dort aufkreuzen und was wir dort machen werden. Die Geschäfte sind in der Regel sehr offen und positiv, nicht zuletzt verdienen sie ja auch daran. Doch nicht nur das: Nicht selten legt ein Geschäft eine beachtliche Spendensumm...

Abschluss der Bergpredigt

Ein ganzes Jahr sind wir während unserer Sonntagstreffen "Impressions" durch die Bergspredigt gegangen, das Manifest des Reiches Gottes, der Fokuspunkt eines Objektives, an welchem die ganze sichtbare Wirklichkeit auf den Kopf gestellt wird, weil man einen Blick in Gottes Wirklichkeit erhaschen darf. Die Bergpredigt, welche all unsere menschlichen "Normalitäten" in Frage stellt; wo nicht Stars und Sternchen selig gepriesen werden sondern die, denen es dreckig geht; wo gefordert wird auch denen liebevolle Weihnachtsgeschenke zu machen, die uns an den Kragen wollen; wo gesagt wird, man möge einem Dieb doch bitte beim Raustragen helfen. Die Bergpredigt, welche uns die unerhörte Großzügigkeit Gottes vormalt, weil Er genau all das ist und tut. Die Bergpredigt, welche uns den menschlichen Egoismus schonlungslos vor Augen führt und uns unweigerlich spüren lässt, dass eben dieser gottverdammte Egoismus uns die Bergpredigt als gefühlte Unmöglichkeit erscheinen lässt....

Gebetsanliegen Dezember

DANKE für's Mitbeten!!!

"Das ist Jüngerschaft"

Seht mal, was ich auf der Seite meines neuen Facebook-Freundes Reinhold Krebs gefunden habe: Diesen kleinen Videoclip, vor einem guten Jahr schon auf der englischen Seite meines Blogs gepostet, gibt es seit einem Monat auch auf deutsch! Und? Was sagt Ihr zu "Was wäre, wenn...?"?

Danke sagen!

Jammern und Unzufriedenheit ist Standard im Kontinent des Überflusses. Jesus nachzufolgen bedeutet deswegen vor allem auch, sich ganz bewusst in Dankbarkeit zu üben. (Foto: istock) Thanksgiving - ein etwas anderes Erntedank. In Schweden geht wohl niemand mehr zum Erntedank in die Kirche, warum auch, im Supermarkt biegen sich schließlich die Regale, und darauf haben wir ja auch ein Recht. Ich bin selbst in einer Überflussgesellschaft groß geworden; die Erzählungen aus der damaligen DDR, wo man angeblich für Lebensmittel Schlange stehen musste und es noch nicht mal Bananen gab, waren weit jenseits meiner kindlichen Vorstellungskraft. Man wurde groß mit der Einstellung, dass es völlig normal sei, wählen und umtauschen zu können . Natürlich darf man sich natürlich jederzeit beschweren, wenn irgendwas mal nicht den hohen Erwartungen entsprach. Schließlich haben wir ein Recht darauf, schön, gesund und reich zu sein, auf 30 Tage Urlaub mit perfektem Service, auf millionenteure Kranken...

Novavox

Von " Helfen, wo andere wegschauen " (Slogan der Gefährdetenhilfe Wegzeichen) zum missionalen Appell von der Bühne, von der Tischgemeinschaft mit vormals Kriminellen zum Aufruf, sich anderen zu öffnen und sich zu ihnen senden zu lassen. Für mich war es so gesehen eine äußerst interessante Reise von Enzklösterle nach Mainz, von der missionalen Praxis zur missionalen Theorie. Auf jeden Fall bin ich sehr froh, dass es auch in Deutschland immer mehr Menschen gibt, die die Zeichen der Zeit erkennen und auf der Suche nach Inspiration sind, wie Gemeinde in Zukunft aussehen kann. Denn auch in Deutschland wird die Kirche bis auf kleinen Rest aussterben. Für mich persönlich war das Treffen in der Gonsenheimer EnChristo-Gemeinde aber auch eine Art interkulturelle Erfahrung: Mit großem Interesse beobachtete ich nämlich, wie Inhalte, die wir bei H2O seit Jahren vor allem mit Nichtdeutschen diskutieren, bearbeiten und umzusetzen versuchen, nun von deutschen Landsleuten auf deutschem B...

Gefährdetenhilfe Wegzeichen

In meiner neuen Rolle als Mentor für die zwei CA-Projekte in Deutschland wurde kurzfristig ich zur Novavox-Konferenz nach Mainz geschickt, um den Kontakt auch persönlich pflegen zu können. Kurzfristige Flugreisen sind aber immer teuer, die günstigste Alternative war Interrail. So kann man unbegrenzt viele Kilometer reisen, deshalb hab ich die Chance genutzt, nach vielen Jahren endlich wieder einmal bei meinem geistlichen Vater, Bruder, Onkel und Freund Wolfgang Isenburg vorbeizuschauen. Wolfgang leitet die Gefährdetenhilfe Wegzeichen, ein Verein zur Reintegration von Männern am Rande der Gesellschaft. Wolfgang und seine Familie nehmen Männer in ihre Familiengemeinschaft mit auf und leben mit ihnen. Im Laufe der Jahre helfen sie ihnen, im Leben wieder Fuß zu fassen, meistens kein leichter Weg. Ich bewundere diese Arbeit sehr, die Hingabe und Jesusliebe, die dort spürbar wird. Das Wort " missional ", welches ja sooo viele Diskussionen hervorruft, gibt es dort nicht im Wortsch...

Missional total fatal?!

Neulich wurde zu unserem H2O-Video ein Kommentar hinterlassen. Der User schrieb folgendes: Leider wird es im Zusammenhang mit der "missionalen Gemeinde", bei dem frommen Wunsch bleiben wird, die Bibel nicht zu verwässern. Anpassung und ein Durchdringen der gottlosen Welt, wie Ihr es fördern wollt, wird dazu führen, diejenigen Stellen der Bibel, die für den sogenannten "modernen Menschen" eine Herausforderung darstellen, noch intenisver zu verschweigen, als es heute schon Normalität ist! Was Robert Schuller, Bill Hybels und Rick Warren begonnen haben, wird sich in der "emrging church" und in der "missionalen Gemeinde" noch beschleunigen: der Abfall vom biblischen Christentum und das weichkochen der Gläubigen für die Ankunft des Antichristen! Die Antwort auf unsere Probleme ist nicht ein auf die sündige Welt Zugehen (Kompromisse schließen), sondern den ganzen Ratschluss Gottes, seinen offenbarten Willen der heiligen Schrift wieder ohne Abstrich...

Falsche Propheten

For English, click here ) Ist es nicht interessant, das Jesus unmittelbar nach dem breiten und dem schmalen Weg von falschen Propheten anfängt? Die, vor denen man sich vorsehen müsse?! Als ob ausgerechnet sie es wären, die die Menschheit vom Wandern auf schmalen Pfaden abhalten würden! Als wir neulich bei unseren "Impressions" (unsere zweiwöchentlichen, gottesdienstähnlichen Treffen) darüber diskutierten, wurde gesagt, dass ein Prophet ja für sich in Anspruch nimmt, Gottesbotschaften bekannt zu machen oder im Namen Gottes zu reden. Und dann kamen sie nur so hervorgesprudelt, die Geschichten: von schwedischen Pfarren in vergangenen Zeiten, die ihre Macht ausnutzten. Einer berichtete von seiner Erziehung in von (nichtschwedischen) katholischen Nonnen, deren Verhalten er heute als mental massiv gestört bezeichnen würde. Und ich erinnerte mich sofort an all die Geschichten von meinen Freunden in Bayern, die mir von schallenden Ohrfeigen und ähnlichen Freundlichkeiten in der ...