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Posts

schnatter! schnatter!

Jetzt wird's kalt! Frost! Reif. Steigende Stromkosten... (wir heizen ausschließlich mit Strom). Naja. Will nicht klagen. Hab soeben eine E-Mail nach Luleå geschickt; wir werden im Oktober für zwei Tage einen Kollegen bei uns aufnehmen, und ich möcht eigentlich gar nicht wissen, was die schon für Temperaturen da oben haben... * * * Shiver, shiver! It's getting cold over here! There is hoarfrost every morning and increasing heating costs... Might I order some Fahrenheits from LA?! Anyway. I don't want to complain. I just sent an email off to Luleå way up north in the country. We'll hosting a guest from there in some weeks. And to be honest, I not even want to know the temperatures they have up there... ;-)

Essen ist immer gut!

Und deshalb beginnen wir unsere Impressions mit einem gemeinsaman Abendessen. Hier kann man schon quatschen, das Wichtigste loswerden und einfach die Gemeinschaft genießen. Gemeinschaft ist schließlich einer unserer zentralsten Werte. Und die Bibel ebenso. Deshalb denken wir uns, nach dem Essen einen Abschnitt in der Bibel zu lesen. Auf einen Predigtmonolog wollen wir zunächst bewusst verzichten, und eher in einen kurzen, gemeinsamen Dialog treten. Und weil die Gemeinschaft mit dem Herrn ein weiterer, zentraler Wert ist, wollen wir mit ihm sprechen. Und wie könnte man die Gemeinschaft mit Jesus besser ausdrücken und feiern als mit dem Abendmahl? Deshalb soll auch das Abendmahl ein fester Bestandteil werden. Als ich diese Gedanken meinem Freund Douglas erklärte, der sein Büro seit neuestem neben unserem H2O-Büro hat, meinte er: "Damit seit ihr mitten in Apg 2." Stimmt fast. Das war mir noch gar nicht aufgefallen. Nur, dass die Geschwister in Apg 2 sich wöchentlich trafen, n...

"Impressions"

"Impressions" ist der vorläufige Name für das, was wahrscheinlich die nächste Ebene in der Entwicklung von H2O sein wird. Wir stellen nämlich fest, dass wir als H2O eine eigene, geistliche Identität brauchen. Die Partnerschaften mit Saron und Reningsborg reichen nicht mehr aus. Wir brauchen etwas, was das Zentrum unseres Glaubens und Handelns in gewisser Weise sichtbar macht. Etwas, das uns als H2O entspricht, worauf wir hinweisen können und wozu wir auch durchaus einladen können. Impressions sollen keine typischen Gottesdienste werden. Der Kardinalfehler Nummer eins fast aller Gemeindegründungen liegt darin, dass man viel zu früh mit Gottesdiensten beginnt. In den meisten Fällen ist es sogar so, dass man von "Gemeindegründung" spricht, aber eigentlich "Gottesdienstgründung" meint, weil sich Gemeinde zu sehr über den Gottesdienst definiert. Deshalb wollen wir diesen Fehler nicht auch noch machen. Und dennoch brauchen wir jetzt so etwas wie einen Gottesdi...

It's a broken world

Als ich vor vier Jahren begann, regelmäßige Gebetsmärsche in der Stadt zu machen, war eins der Hauptanliegen, Einblick in das Leben hinter den Fassaden zu bekommen. Nach nunmehr vier Jahren scheinen diese Gebete langsam erhört zu werden. Selten bekam ich so viel Einblick in das Leben ganz unterschiedlicher Menschen wie in der vergangenen Zeit. Und was sehe und höre ich? Es sind Geschichten von Unfällen, Krankheiten, Todesfällen. Es sind Beziehungsprobleme, Vergangenheitsprobleme, Alkoholprobleme. Es ist Verzweiflung, Unsicherheit, Einsamkeit. Ich gebe zu, mir wird es fast ein bisschen viel. Ich werde überwältigt von der Last der Menschen und fühle mich macht- und hilflos. Ich frage mich: Was sind wirklich gute Nachrichten für diese Menschen? Wie kann ich sie ihnen bringen? Ein paar zusammenhangslos aufgesagte Bibelverse sind wertlos. Es gibt keine 0-8-15-Lösung. Jeder Fall ist einzigartig. Ich bete und bete. Und bete, dass der Herr sich ihnen offenbaren möge. Und dass ich, wie Adria...

INGOLSTADT!

Bitte vormerken: Vom voraussichtlich 12.-22. November werde ich in Ingolstadt sein (und die in der Zeit liegenden Gottesdienste der FeG IN mitgestalten)! Würde mich freuen, möglichst viele von Euch mal wieder live zu sehen! * * * This post is actually not needed to be translated, but it's so short and quickly done that I want to do it anyway... It's just an announcement for our German friends that I'll be visiting our sending church in Ingolstadt in November. Wanna practice your German? Come along! ;-)

SALT-Semesterstart

Letzte Woche war der Start des neuen SALT-Semesters in Schweden. SALT bedeutet "Skandinavische Akademie für Leiterschaft und Theologie", hier können Menschen aller Altersklassen und aus allen denominellen Hintergründen Leiterschaft und Theologie studieren. Die Studenten kommen aus (fast) ganz Schweden (vorwiegend aus der südlichen Hälfte) und Dänemark, es gibt Lehrzentren in vier großen Städten. Vergangenes Jahr wurde ich ganz spontan mit 10% als Studienberater angestellt, was für mich ein fast unbeschreiblicher Segen ist. Jede zweite Woche darf ich mich nämlich mit meiner Gruppe Studenten treffen, und mit ihnen ihre Aufgaben diskutieren. Dabei lerne ich selber wahrscheinlich mehr als die Studenten. Zu Semesterbeginn treffen sich alle Studenten und Lehrer einmal in Schonen um sich live zu sehen und kennenzulernen. Obendrein hatte ich das Vorrecht, der Fotograf zu sein und alle diese wunderbaren Menschen zu portraitieren. Es war eine phantastische Woche, lehrreich und gekrönt ...

Tanz auf der Straße

Da plant man alles mögliche um Leute zusammenzubringen und monatelang scheint gar nix zu klappen, und dann auf einmal geht alles wie von selbst: Am Donnerstagabend kam die spontane Idee auf, doch einfach mal ein Straßenfest mit allen Nachbarn zu machen. Jeder bringt mit, was er meint zu brauchen und dann sehen wir mal weiter. Und so trafen sich am Samstagabend alle Nachbarn unserer Straße auf dem Wendeplatz und hatten alle einfach nur Spaß... Viele trafen sich zum allerersten Mal und stellten sich gegenseitig vor. Eine philippinische Familie stellte gleich eine professionelle Band und spielte zum Tanz auf. Es war einfach nur phantastisch und nun haben wir alle richtige Nachbarn. So schnell und einfach kann das manchmal gehen! Wir waren uns alle einig: Das wollen wir wieder machen!

Die "Begleiter" sind wieder da

Nach der Sommerpause begann heute unser Dienst als "Medvandrare", als Begleiter in Schwedens größtem Second-Hand-Laden. Mir fiel auf, dass sich zwar sicher mehr als 600 Kunden durch den Laden drängten, aber fast kein bekanntes Gesicht darunter war. Nun gut, dann fängt man eben nochmal ganz von vorne an. Ich bin gut gelaunt und freue mich auf die Menschen. Um Punkt 10 öffnen die Türen, und die vor der Tür wartende ca. 50 Meter lange Menschenschlange zwängt sich mit Hochdruck in den Laden. Die allerersten laufen, als rennten sie um ihr Leben, Stühle, Hocker, Schallplatten suchend und laufenderweise aufnehmend und tragend. Für manche ist Second-Hand eine Lebensphilosophie. Nach 10 Minuten und später kommen die eher relaxten Besucher. Ich stehe neben unserem Medvandrare-Roll-up am Rande des Cafébereiches und versuche alle Passanten freundlich zu begrüßen und willkommen zu heißen. Wie gesagt, kein bekanntes Gesicht dabei heute. Ich präge mir die Gesichter so gut es geht ein. Ca. 6...

Video: Neuer Versuch

Danke für den Hinweis, Anonym. Immer diese blöde GEMA, die überall nur abzocken will. Auf der ganzen Welt ist es zugelassen und kann man es ansehen, nur in D nicht. In Deutschland gibt es auch kein Spotify wie in anderen europäischen Ländern, wieder wegen der GEMA, die mehr und noch mehr abzocken will. Ich frage mich, ob es wohl im Sinne Gottes ist, dass man noch nicht mal christliche Musik verbreiten kann, ohne an die GEMA einen deutlich höheren Betrag abdrücken muss als im Rest der Welt. Also, hier ist noch ein Versuch: CA Connect 2010 Highlight Video from Christian Associates on Vimeo .

CA Global Connect 2010: Ein paar Bilder

(Alle Bilder von Rogier Bos )

Eine Woche mit Hud und Nancy McWilliams

Nein, es ist nicht Sean Connery, den man da auf den Bildern sieht. Es ist Hud McWilliams und seine Frau Nancy aus Colorado. Hud ist Psychologe (ein übrigens ausgesprochen kompetenter obendrein) und Pastor. Bei CA füllt er die Rolle eines professionellen Seelsorgers für die CA Mitarbeiter als eine Art Pastor der CA-Pastoren. Nach Connect sind die zwei zu uns nach Göteborg gekommen und haben eine Woche mit unserer Familie gelebt. Zwei Abende hat er unser Team unterrichtet in Sachen Teamdynamik, gesunde Beziehungen, Spannungen und Ausweichmanövern aus Angst. Nancy und Hud trafen sich mit einzeln mit Teammitgliedern um zu helfen und um für uns da zu sein. Sie haben mit uns gespielt, gepuzzelt, gefeiert und für uns Baby Back Rips zubereitet. Es war für Karen und mich eine sehr gute und ermutigende Woche. Die Kinder fragten gestern Abend im Bett, wann Hud und Nancy denn mal wiederkämen, es war sooooo toll mit ihnen, meinten sie. Eine von vielen für mich wichtigen Erkenntnissen ist es, dass ...

Telefon, wo bist du...?

Während wir in Deutschland waren, muss irgendwo in der Nachbarschaft der Blitz eingeschlagen haben. Seitdem sind wir ohne Telefon und Internet. Angeblich wurde irgendwas im Straßenverteiler getoastet. Auf den bestellten Techniker warten wir erst fünf Tage, das kann also nach schwedischen Verhältnissen noch was dauern... * * * As we were in Germany our neighborhood must have been hit by a lightning, and since then we neither have telefon nor internet. They say some connecting hub has been toasted. We're waiting for the engineer to fix it, but only for five days. So we continue doing smoke signals. Back to the roots...

Ich bekenne!

Jeden Morgen während Connect 2010 hatten wir eine Art Gottesdienst mit Zeit zum Bekenntnis, zur Fürbitte und zur Anbetung. Eines Morgens leitete eine Frau diese Stunde und ging dazu über, verschiedene, allgemeine Dinge zu bekennen. Später forderte sie uns auf, an unseren Plätzen doch weiterzumachen mit Bekenntnissen, die uns persönlicher betreffen. Ich stand an diesem Morgen neben Björn, einem in Frankreich lebenden deutschen Fernsehkameramann, der mich mit seiner lustigen Art, seinem aufrichtigen Herz für Jesus und seiner erfrischenden politischen Inkorrektheit irgendwie immer ein bisschen an Petrus erinnert. Er begann unversehens, sich mir zugewandt einige Dinge aus seinem Leben zu bekennen. Ich erwiderte einige Bekenntnisse aus meinem Leben. Er listete seine Sünden der vergangenen Woche auf, ich meine, immer abwechselnd. Fast 10 Minuten waren wir damit beschäftigt und ich spürte, wie wir immer offener, freier und beflügelter wurden. Schließlich haben wir uns gegenseitig mit Tränen...

Wieder zu Hause

Wir sind wieder zu Haus! Die Heimreise ging gut, obwohl wir um Kopenhagen eher ein Boot als ein Auto gebraucht hätten. Und offensichtlich hat ein Blitz unseren Telefonanschluss demoliert, damit sind wir für eine Woche erstmal offline... Wir freuen uns über Connect 2010 mit vielen, vielen wertvollen Eindrücken und Gedanken, Treffen und Gesprächen. Heute Abend geht das "Programm" in gewisser Weise weiter: Hud McWilliams, CA-Urgestein und christlicher Psychologe seines Zeichens, wird uns mit seiner Frau Nancy eine Woche lang besuchen und das Team begleiten. Wir freuen uns sehr! * * * Home again! The trip went well, although we would have needed a boat rather that a car as we passed Copenhagen. A lightning must have damaged our phone line to the house as we were away and now we'll be for about a week more or less offline. Anyway. We're happy about Connect with all its people, input, and community. Tonight we'll sort of continue Connect: Hud McWilliams, a CA pillar fra...

Stream your life!

Manchmal wird mir gesagt: „Nein, im Internet wirst du mich nicht finden. Da achte ich sehr genau drauf.“ Oder: „Mir ist das zu gefährlich, mich online zu sehr zu offenbaren. Ich würde niemals Bilder hochladen oder meinen wahren Namen im Netz preisgeben.“ Und das ist durchaus verständlich. In jedem Fall aus deutschhistorischer Sicht. Organisationen wie die Gestapo oder die Stasi hätten nicht einmal davon zu träumen gewagt, was sie auf Facebook, Twitter & Co. Alles über Leute hätten rauskriegen können. Man muss nur online gehen lesen, die Leute lassen freiwillig die Hosen runter. Damit lassen sich ganze Persönlichkeitsprofile erstellen. Und wahrscheinlich ist es auch wahr, dass Facebook jeden einzelnen Klick speichert und nachvollziehen kann, wo ich wann gewesen bin. Ich gebe die Rechte an meinen hochgeladenen Bildern auf und selbst wenn ich sie wieder lösche, bleiben sie doch auf irgendwelchen unsichtbaren Servern gespeichert. Ist das die Vorbereitung eines Paradieses für den Antich...

„Connect 2010“

Diesmal sind wieder alle da. Nachdem wir 2009 „nur“ regionale Connects hatten, treffen sich dieses Jahr wieder alle CA-Kollegen und Neugierige aus der ganzen Welt. In Kirchheim/Hessen, was für uns Deutsche natürlich sehr bequem ist. Andrew Jones sprach ein paar Mal, und während dieser Tage freundete sich unsere Zera mit deren Welpen Eniro an. Neben einigen organisatorischen Treffen, täglichen Gottesdiensten, einem Spaßabend und Berichten aus den einzelnen Projekten stehen dieses Mal über 50 verschiedene Workshops auf dem Programm. Obwohl Connect jedes Mal sehr anstrengend ist, finde ich es trotzdem eine der besten Zeiten des Jahres, weil man mit so vielen Gleichgesinnten einfach plaudern, abhängen, essen, beten oder diskutieren kann. Es gibt übrigens auch schon Bilder zu sehen, sieh Dir das mal an . Übrigens ist Connect seit einigen Jahren keine reine CA-Mitarbeiterkonferenz mehr sondern offen für jeden. Würd’ mich freuen, Dich mal hier zu treffen! * * * Everybody’s here again. Th...

Gemeinschaft (8)

Auszug aus dem Buch " Blue like Jazz - Nonreligious thoughts on Christian Spirituality " von Donald Miller ( Hier geht's zum Anfang der Serie "Gemeinschaft") * * * Im Frühling meines Jahres auf Graceland, als der Boden noch dabei war zu trocknen, fuhr ich mit einem Freund nach Salem um dort Brennan Manning zu hören. Manning war mal katholischer Priester und ist ein toller Autor, der sehr mit Alkohol zu kämpfen hatte; er spricht offen darüber und über Angelegenheiten der christlichen Spiritualität. Wir saßen so weit vorne, dass ich in Mannings blaue Augen sehen konnte, und dort sah ich dieses Funkeln der Aufrichtigkeit, welche nur solche Menschen in sich tragen, die die Tiefen ihres Lebens zu einem Dienst an anderen Menschen zu verwandeln vermochten. Brennan wuchs in New York auf und spricht mit leichten Ostküstendialekt, der durch jahrelanges Rauchen aufgeraut wurde. Ein Ohr hat schwer zu tun wenn es mit Brennan mithalten will. Er begann seine Rede mit der ...

Gemeinschaft (7)

Auszug aus dem Buch " Blue like Jazz - Nonreligious thoughts on Christian Spirituality " von Donald Miller ( Hier geht's zum Anfang der Serie "Gemeinschaft") * * * Gott brachte mich nach Graceland um mich dieser Täuschung zu entledigen, um es aus meinen grauen Zellen auszuradieren. Es war eine völlig frustrierende und schmerzhafte Erfahrung. Manchmal höre ich Drogenabhängige von ihren Entzugserscheinungen erzählen, dem Durchschütteln, den Panikattacken, den Höhen und Tiefen, und teilweise kann ich sie gut verstehen weil ich ähnliches durchgemacht habe. Keine Droge ist so mächtig wie die Ich-Droge. Keine Furche unseres Hirns ist so tief wie die, die uns sagt ich sei die Welt, die Welt gehört mir, alle anderen sind nur Statisten in meinem Schauspiel. Keine Abhängigkeit ist so stark wie die Abhängigkeit von mir selbst. * * * Fortsetzung folgt hier

Gemeinschaft (6)

Auszug aus dem Buch " Blue like Jazz - Nonreligious thoughts on Christian Spirituality " von Donald Miller ( Hier geht's zum Anfang der Serie "Gemeinschaft") * * * Doch die größte Lüge, mit der ich je fertig werden musste, war die: Das Leben ist eine Geschichte über mich. * * * Fortsetzung folgt hier

Gemeinschaft (5)

Auszug aus dem Buch " Blue like Jazz - Nonreligious thoughts on Christian Spirituality " von Donald Miller ( Hier geht's zum Anfang der Serie "Gemeinschaft") * * * Ich mochte sie alle sehr, aber wir hatten es nicht einfach miteinander. Ich war ein hartgesottener Einsiedler, bevor ich zu den Männern in Graceland einzog. Wenn man jahrelang alleine lebt, fängt man an zu glauben, die Welt gehöre einem alleine. Du fängst an zu glauben, jeder Raum hat Platz für dich und die Zeit gehört dir allein. Es ist wie im Film „ About a boy oder: Der Tag der toten Ente “ wo die Hauptfigur, gespielt von Hugh Grant, glaubt, das Leben sei ein Spiel um ihn selber und alle anderen spielen nur kleinere Nebenrollen um seine eigene große Hauptrolle herum. Mein Leben war genau so. Eine Geschichte nur über mich, weil ich ja auch in allen Szenen vorkam. Eigentlich war ich sogar der einzige in jeder Szene. Wohin ich auch ging, ich war dabei. Wenn jemand meinen Weg kreuzte konnte das fr...

Gemeinschaft (4)

Auszug aus dem Buch " Blue like Jazz - Nonreligious thoughts on Christian Spirituality " von Donald Miller ( Hier geht's zum Anfang der Serie "Gemeinschaft") * * * Das Foto ist auf der Veranda entstanden. Wir rauchen alle Pfeife. Ich habe eine schwarze Mütze auf wie Rapper oder Bankräuber das haben. Andrew der Demonstrant, der große gutaussehende mit dunklem Haar und dem Bart, der wie jung-Fidel Castro aussieht, war der Aktivist unserer Junggesellenfamilie. Er ist derjenige, mit dem ich auf Demos gehe. Er arbeitet mit Obdachlosen im Zentrum und studiert in Portland, um Sozialarbeiter zu werden. Er redet ständig davon, wie abscheulich die Republikaner sind und welch ein Fehler es ist, Fleisch zu essen. Ich hab keine Ahnung, wie Andrew ohne Fleisch so groß werden konnte. Jeremy, der in der Wranglerjeans und mit dem Militärhaarschnitt, ist der Cowboy der Familie. Er hat immer eine Knarre bei sich. Man sollte meinen, dass Andrew und Jeremy sich nicht leiden kön...

Gemeinschaft (3)

Auszug aus dem Buch " Blue like Jazz - Nonreligious thoughts on Christian Spirituality " von Donald Miller ( Hier geht's zum Anfang der Serie "Gemeinschaft") * * * Einen Monat später bin ich mit fünf anderen Männern zusammengezogen. Wir fanden ein Haus, sehr gut gelegen, direkt neben einem Kreisverkehr und direkt gegenüber von John d’Arcs riesiger Statue. Die Statue sieht man, wenn man nach Portland reinfährt. Erst fand ich es ganz gut. Es war ein großes Haus, und ich bekam das beste Zimmer, das Zimmer mit all den Fenstern. Mein Zimmer hatte in jeder Wand Fenster, insgesamt zehn. Fast wie ein Gewächshaus. Meinen Schreibtisch stellte ich vor das große Fenster Richtung Kreisverkehr und Statue. Meine Freunde haben dann immer gehupt wenn sie durch den Kreisverkehr fuhren. Jedes Mal hatte ich vergessen, in einem Glashaus zu wohnen und meinen Finger deshalb besser rechtzeitig aus der Nase zu ziehen um zurückzuwinken. Ich bin aus der totalen Isolation in einen Gla...

Gemeinschaft (2)

Auszug aus dem Buch " Blue like Jazz - Nonreligious thoughts on Christian Spirituality " von Donald Miller * * * Ich hielt Glauben, vor allem den christlichen, immer für was total privates. Etwas, das man für sich selbst hat und tut so wie die Höhlenmönche. Ich glaubte dies, bevor ich in eine WG kam. Ich dachte, das Rückgrad des Glaubens ist Zeit allein mit Gott, Zeit, alte Texte zu lesen, Zeit zur Meditation über Dichtung oder Naturgesetze, kurz, wenn Menschen besser werden als sie sind, oder wenn sie lernen, Blumentöpfe oder Gießkannen frei schweben lassen zu können. In den meisten Büchern scheint es mir auch so zu sein. Ich las mal ein christliches Buch darüber, wie man ein besserer Mensch wird und über die eigene Selbstverwirklichung auf der Reise zu Gott. Das ganze Buch ging nur um Konzentration, Motivation und die richtige Perspektive. Das war alles nur so Zeug, das man im stillen Kämmerlein macht. Nichts hatte auch nur im Geringsten etwas mit Gemeinschaft zu tun. ...

Gemeinschaft

Für unser Jahr 2 (2009/10) hatten wir "Gemeinschaft" als Fokus unseres Tuns. Viele Menschen sind oder fühlen sich alleine hier, das wissen wir. Also wollen wir was dagegen tun, und "Gemeinde" und "Gemeinschaft" gehören ja schließlich auch eng zusammen. " Durch Gemeinschaft Zeugnis sein ", hätte man unseren Ansatz beschreiben können. Mittlerweile können wir aber sagen, dass dieser Ansatz offenbar nicht so gut funktioniert. Gemeinschaft an sich scheint in Schweden etwas bedrohliches an sich zu haben. Vor allem dann, wenn Unbekannte in der Gruppe sein können und nicht hundertprozentig sichergestellt ist, dass man selbst auch wirklich anonym bleiben kann. Die WM war für mich ein überdeutliches Beispiel. Während in Deutschland die Massen zum "Public Viewing" strömten, konnten wir froh sein, wenn überhaupt ein einziger Gast auftauchte. So ganz haben wir immer noch nicht verstanden, warum das so ist und was das für H2O bedeuten mag. Ich denke ...