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Von Oslo zu den Frölunda Indians

Heute morgen habe ich mich schon um 5 in der Frühe zusammen mit meinem Sohn Nils auf den Weg nach Oslo gemacht weil er von seiner Patentante Ina zu Weihnachten eine Woche Skiurlaub im schwedischen Idrefjäll geschenkt bekommen hatte. Am Kai der Colorline stieg Nils also in den Wagen der Familie Wahl um, die soeben aus Kiel eingelaufen war. Während die sich auf den weiteren Weg nach Norden machten, lief während meines Heimwegs doch glatt eine vierköpfige Elchfamilie vor mir über die E6. Zu Hause angekommen, ging es mit dem Rest der Familie weiter ins Göteborger Skandinavium, um erstmals mit der ganzen Familie und weiteren befreundeten Familien dem glorreichen 3-2 Sieg der Frölunda Indians gegen Linköping beizuwohnen. Jetzt sind wir alle platt und gehen ins Bett. Today morning, 5am. I had to set off for Oslo together with my son Nils. He had got a very special Christmas present from his Aunt Ina: One week of ski holiday at the Swedish Idrefjäll. So we met the Wahl family at the Color Line...

Weihnachten 2007

Es ist so wunderbar ruhig dieser Tage. Viel Lesen. Mit den Kindern spielen. Ausschlafen. Keine Termine. Das Wetter lädt mit seinem trübsinnigen Dauerregen bei dunkelgrauer Dunkelheit zum Nichtstun ein. Heiligabend habe ich erstmal zwei Feuerlöscher besorgt, weil die noch nicht zum Inventar des neuen Heimes gehörten, wir aber keinesfalls auf echte Kerzen im Baum verzichten wollten. Die Kinder – insbesondere Nils – waren so froh, dass wir wieder Türen hatten, die das Weihnachtszimmer absperren. So blieb der Baum wieder bis zum Schluss ein Geheimnis. Gemeinsam mit meiner Tochter Svea ging ich vormittags durch die unmittelbare Nachbarschaft und brachte jedem einen Teller voll selbstgebackener Weihnachtsplätzchen. Ihr könnt Euch die Augen, in die wir sahen, nicht vorstellen. Einer wollte bloβ ein einziges Plätzchen nehmen, weil er meinte, der ganze Teller sei zu schade für ihn, ich müsse zu allen gehen und jedem ein Plätzchen bringen. Die Freudentränen und strahlenden Gesichter, die ich sah...

Die letzten Tage

Heute war letzter Schultag. Komisch, dass heute auch Zeugnistag war. Alle drei brachten stolz ihre Zeugnisse mit, die hier nicht nur ein Blatt Papier, sondern ein ganzes Berichtsheft sind. Für heute Abend dürfen wir uns wohl eine kleine Belohnung einfallen lassen! Wir sind wirklich stolz auf unsere drei, die ausnahmslos gute Noten erhielten, und Gott dankbar für drei so tolle Kinder. * Auβerdem ist das Sprachpraktikum auch vorbei. Spaβ hat’s gemacht und ich habe viel gelernt. Am letzten Tag hat man mir – kurioserweiser und fast schon symbolisch – einen nagelneuen Schlüssel passend zur Einganstür ausgehändigt. Man war so zufrieden mit mir, dass ich jederzeit willkommen sei, so viel oder wenig ich wolle mitzuarbeiten. Stundenweise Bezahlung, völlig flexible Zeiteinteilung. Ich bedankte mich und lieβ es vorläufig aber noch offen. * Die ganze Sache mit dem Sprachpraktikum ist für mich typisch Jesus. „Trachtet zuerst nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles zufall...

Sprachkurse so gut wie um

Letzte Woche in den Sprachkursen! Marcus’ letzter Schultag war Montag, danach muss nur noch das Praktikum abgeschlossen werden. Karens letzter Tag ist heute. Nächstes Jahr werden wir nur noch stundenweise fortsetzen um schrittweise noch besser zu werden. Aber erstmal steht Weihnachten an!!! * * * Last week in our language classes. My last day of class was Monday, all I need to do is finishing the internship this week. Today is Karens last day. Next year we’ll continue with just a few hours a week to improve our skills. But first of all we’ll celebrate Christmas!

Überraschungsbesuch in Gummersbach

Seit einigen Jahren hat sich bei meinen Eltern in Gummersbach die Tradition eingebürgert, am 3. Adventswochenende mit allen Familienmitgliedern Weihnachten zu feiern, die am „echten“ Weihnachten nicht da sein können. Im vergangenen Jahr konnten wir wegen unseres Umzuges nach Schweden nicht kommen. Und in diesem Jahr rechnete auch niemand mit uns. Doch dank Ryanair bekamen wir die billigsten Tickets, die möglich sind, und meine Eltern konnten den Mund nicht mehr schlieβen, als am späten Abend Svea als Lucia, Nils als Tomte und Ole als Sternjunge singend das Wohnzimmer betraten. Am Samstag war dann die Weihnachtsfeier mit Nikolausbesuch, der uns mal wieder gelobt und getadelt hat, das die Fetzen flogen. Traditionsgemäβ gab es Fondue, Zigarre und Feuerzangenbowle. Wir konnten auch einige Stunden mit Karens Eltern verbringen, die ja im gleichen Ort leben, und meine Oma besuchen. Alles in allem ein reich angefülltes Wochenende! * * * In a number of European countries, Germany and Sweden f...

Grattis på födelsedagen, Kirsten!!!

Heute, am schwedischen Luciatag, feiert unsere Teamlucia ihren Geburtstag: Kirsten Meisel! Vermutlich hat sie heute morgen, als es noch dunkel war, auch ohne Kerzenkrone auf dem Kopf gestrahlt wie der Sonnenschein. Herzlichen Glückwunsch, Kirsten!! Möge der Allmächtige Dir in deinem neuen Lebensjahr allzeit ein Licht sein. „Dein Wort ist eine Leuchte für mein Leben, es gibt mir Licht für jeden nächsten Schritt“ (Ps 119,105). Schreib eine kurze Gratulation an: lmeisel@hotmail.com * * * Today at the Swedish Lucia day we rejoice about our „own“ team Lucia: Kirsten Meisel who today celebrates her birthday! This morning, when it was still dark, she was probably sparkling even without the candle crown on her head. Congratulations, Kirsten! May the Lord Almighty be always a light for you as you enter your personal new year. “Your word is a lamp to my feet and a light for my path” Psalms 119:105. Congratulate her at lmeisel@hotmail.com !!! * * * Nein, das ist sie nicht, die Kirsten. Das ist ei...

SAS-Prüfungen

Schon vor zwei Wochen hat Karen ihre SAS-A Prüfung hingelegt, der sozusagen vorletzte Abschluss der Sprachausbildung. Etwas deprimiert kam sie wieder zurück, weil doch sehr viele Details gefragt wurden. Letzte Woche bekam sie ihr Ergebnis: Bestanden (Hat jemand gezweifelt?) Heute habe ich ein wenig nachgelegt, als ich den ganzen Vormittag das SAS-G Examen abgelegt habe. Ich gehe ehrlich gesagt auch nicht davon aus, durchgefallen zu sein. Das Wochenende vorher war wohl die beste Schwedischvorbereitung, die man sich denken könnte: Den ganzen Freitag schwedisch bei einem EFK-Treffen mit Weihnachtsfeier, den ganzen Samstag auf einem Umzug helfen mit lauter Göteborgern, abends bei unseren ehemaligen Nachbarn in der Gretas Gata. Sonntags Mitarbeit im Fürbitteteam bei Saron, und nachmittags Kaffee und Abendbrot bei uns zu Hause mit zwei anderen Familien aus meinem Sprachkurs. Danach träumt man schon in Schwedisch… Two weeks ago Karen took her SAS-A language exam, the one before the last one. ...

Julbord

Heute treffen sich alle Pastoren und Gemeindeleiter der EFK in Västra Götaland in der Nähe Trollhättans. Es gibt einen Vortrag, natürlich Fika, Austausch und gegenseitiges Gebet. Abgeschlossen wird mit einem schwedischen „Julbord“ einem typisch schwedischen Weihnachtsbuffet mit vielen guten Sachen. Wie vergangenes Jahr sind auch wir wieder eingeladen und werden gemeinsam mit anderen Leitern aus der Saronkyrka gleich aufbrechen. * * * Today’s a meeting of all pastors and church leaders of Västra Götalands County. We meet near Trollhättan, and there will be a speaker, of course we’ll have fika (Swedish coffee break with “smörgås”, sandwiches), community and prayer for each other. It will finish with a Swedish “julbord”, a typical Swedish Christmas buffet with a lot of tasty stuff. As last year we have been invited again, and soon we’ll set off together with other leaders and pastors from Saronkyrkan.

Familienfotos

Viele haben mal wieder nach Fotos von uns gefragt - voilá! Many have asked us to show some photos of us - voilá! Kleines Treffen * small meeting Sonntagskaffee mit Freunden * Sunday coffee with friends Brave Kinder gehen abends ins Bett! * Good children go to bed in time! Svea spielt mit ihrem Puppenhaus * Svea and her doll house Wilde Männer! * Let's go wild! Sprachpraktikum: Montage eines digitalradiologischen Arbeitsplatzes Language internship: Assembly of a digital workstation for radiologists und Montage einer analogen Arbeitsstation and assembly of an analogue workstation Göteborgs Lucias 2007 - wie Heilige (gleich daneben reizen H&M Models in Wäsche) Lucias of Gothenburg 2007 - just like saints (right next to it excite H&M models in sexy underwear) fleissige Plätzchenbäckerin a diligent baker of Christmas cookies Geschafft! * Ready! Nils und sein Freund Elias bei der Aufführung ihres selbstkomponierten und geschriebenen Raps: "Stop the War!" Nils and hi...

Teamwork

Jeden Freitag Vormittag treffen wir uns: Luke und Kirsten, Erwin, Karen und ich. Teamtreffen. Eine Gruppe aus Gleichgesinnten ist aber noch lange kein Team. Es muss gearbeitet werden, um ein Team erstmal zu formen, und dann geht die Arbeit weiter, damit aus dem Team ein gutes Team wird. Ein gutes Team kann himmlisch sein, den Dienst und das persönliche Leben bereichern, Frucht bringen, inspirieren, andere anstecken. Ein schlechtes Team kann einem hingegen das Leben zur Hölle machen. Die Erfahrung zeigt, solche, die ein Team verlassen haben, es weniger wegen der Arbeit selbst getan haben. Meistens waren es die anderen Teamkameraden, mit denen man nicht zurecht kam. Aus diesem Grund ist mir der Teambau extrem wichtig. Das Team kann über Erfolg oder Misserfolg des Projektes entscheiden. Das wichtigste ist, dass wir an einem Strang ziehen, wissen, was wir wollen und in exakt die gleiche Richtung arbeiten, uns gegenseitig kennen und uns aufeinander verlassen können. Seit einigen Wochen tref...

Was ist das: „Vinterkräkssjukdom”???

Kleines Rätsel am Rande. Tipp: Viele Göteborger haben es. Die Meisels haben es. Vorschläge bitte unter „Kommentare“ abgeben! * * * Little riddle: What is “ vinterkräkssjukdom ”?? Tip: Many Gothenburgers have it. The Meisels have it. Click on “Kommentare” and give your suggestion!

„Predikanten“

„Der Prediger“ heiβt eine Folge in einer schwedischen Buchkrimiserie von Camilla Läckberg (auf deutsch: „Der Prediger von Fjällbacka“, Aufbau Verlag). Es handelt sich um eine verworrene Geschichte von Christen aus freikirchlichem Umfeld, die junge Frauen kidnappen und misshandeln, um an ihnen ihre Heilungsgaben zu trainieren. Einige sterben natürlich dabei. Camilla Läckberg ist recht populär hier in Schweden. Gestern Abend kam die Verfilmung des „Predikanten“ im Fernsehen. Vor ein paar Tagen hat Karen ein anderes Buch ausgelesen: „Solstorm“ (Sonnenwind) von Åsa Larsson. Hier geht es um den Zusammenschluss dreier Freikirchen in Kiruna, welches zu einer regionalen Erweckung führt. Richtige Bekehrungen werden anhand der Brückenzeichnung erklärt, die Autorin steigt richtig in das freikirchliche Milieu ein, beschreibt Gottesdienste, Konferenzen, Seelsorge oder Gebet füreinander. Vieles wird biblisch erklärt. Leider ist es jedoch so, dass einer der Pastoren immer wieder junge Frauen verführt...

Freitag

Puh, war einiges los diese Woche, ich war kaum zu Hause. Montags ist ja sowieso immer noch normaler Sprachkurs, abends haben wir Kleingruppe bei den Meisels. Dienstag und Donnerstag bin ich jeweils gleich nach meinem Arbeitstag im Sprachpraktikum in der Stadt geblieben. Dienstag habe ich mich mit einigen getroffen, um zusammen zum Eishockey ins Scandinavium zu gehen – ist extrem wichtig hier. War ein echt lebendiges Spiel (das zweite, dass ich je gesehen habe und das erste, bei dem Frölunda gewonnen hat!). Es kommt total gut an, ab und zu live dabei zu sein! Und nach einem Sieg geht man natürlich auch nicht gleich nach Hause… Am Donnerstag traf ich mich mit jemanden, der sich gerne mal „bei einem Bier übers Alte Testament unterhalten“ wollte. Wir trafen uns in „The Bishops Arms“ (fand ich irgendwie passend) und dort haben wir bei einem Erdinger Weiβbier (Echt! Aus orignal Erdinger Weiβbierglas! 61 Kronen!! Glas war nicht im Preis enthalten) versucht, die Gröβe Gottes zu diskutieren. Be...

„The Sound of Music“

Nun haben wir es also angeboten und selbst eingenommen, unser erstes Antiherbstdepressivum, in Form eines lustigen Filmnachmittages in unserer Gillestuga mit gemeinsamen Essen. Schön war’s! Und wir sahen ein höchst interessantes Werk: „The Sound of Music“, ein amerikanisches Musical als Heimatfilm aus dem Jahre 1965, das zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in Salzburg spielt. Alle Schweden kennen es so gut, dass es hier darauf Parodien und Anspielungen in der Werbung gibt. Unser Holländer in Team sagte, in Holland wachse man mit diesem Film auf, er konnte alle Dialoge mitsprechen. Und unsere Amerikaner konnten sämtliche Lieder des Musicals auswendig mitsingen. Nur Karen und ich blamierten uns mit unserer Bildungslücke. Wir haben bis jetzt aber auch noch keinen anderen Deutschen gesprochen, der den Film je gesehen hat ( Gibt’s einen? Bitte sofort unten einen Kommentar hinterlassen!!! ) Man sagte uns, in Amerika gehe man davon aus, dass in Österreich jeder in das (englische) Lied „Edelwei...

Bombenalarm in Göteborg – Ole berichtet von seinem Schulweg

Weil ich heute so viel später aus der Schule kam als normal (unser Computerlehrer hatte den Feierabend verpennt!), entschied ich mich, anders nach Hause zu fahren als sonst. Normalerweise nehme ich die Straβenbahn. Heute wollte ich also mit dem Bus 520 vom Hauptbahnhof aus fahren, weil der gleich durchfährt und ich nicht umsteigen muss. Also bin ich dahin, und ich wunderte mich, dass mir Hunderte von Leuten entgegen kamen. Ich ging also weiter, und plötzlich sah ich, dass das ganze Nils-Ericsson-Terminal (das ist der Busbahnhof) menschenleer war. Plötzlich sprach mich ein Polizist auf Schwedisch an und machte Handzeichen, als ob ich hier zu verschwinden hätte. Leider hab ich nicht alles verstanden, deshalb habe ich ihn mal auf Englisch gefragt, was denn hier los ist. Da sagte er: „Wir müssen das ganze Gebäude evakuieren!“ Das war natürlich spannend, aber ich hatte keine Ahnung, was hier los war. Also bin ich raus um zu sehen, was da passiert. Ich hab zugesehen, wie alle Busse fast scho...

Sound of Hell?!

“Ist das Deine Musik?“ fragte ich meinen Kollegen, der stets mit Iron Maiden T-Shirt rumläuft. Klar, er sei voll heavy metallischer Hardrocker. Die andere Kollegin hat einen Hang zur Gruftieszene. (Luke meinte daraufhin, es bliebe dann ja wohl abzuwarten, wann auch ich mit Haarmatte rumliefe und bei der Anbetung Headbanger mache). Neulich war ich gerade dabei, einen radiologischen Arbeitsplatz zusammenzuschreinern, als aus der Stereoanlage vom anderen Arbeitsplatz höllisches Gejaule, Gestöhne und Gekreische in nicht unerheblicher Lautstärke zu mir rüberdrang, gemischt mit harten Trommelwirblen und E-Gitarrenfolter. Und ich mitten drin, Tag für Tag. Genau der richtige Platz für mich zu sein, dachte ich. Und durch das Fenster scheint die 666 vom Nummernschild meines Kollegen herein… “Is that your kind of music?” I asked one of my colleagues who uses to wear an Iron Maiden t-shirt. Of course, I’m heavy metal hard rocking, he explained. My other colleague seems to have a tendency to the G...

„Goldener Herbst?! Gibt’s nicht!“

Neulich fuhr ich mit einem meiner Chefs zum Serviceeinsatz in die Uniklinik. Die Sonne schien, der Himmel war wolkenlos blau, die letzten Blätter schimmerten gold und rot von den Bäumen. „Goldener Herbst!“ ging mit durch den Kopf. „Gibt es so einen Ausdruck auch auf schwedisch?“ wollte ich wissen. „Nein“, war die Antwort. „Herbst und Depression sind hier Synonyme. Da ist nichts Goldenes dran – auch wenn’s ganz schön aussieht“ war die Erklärung. Und in der Tat – eine gewisse Schwermut macht sich breit, sei es im Umgang mit den Leuten, sei es bei den Themen, die in den Medien vorkommen. Die Tage werden extrem kürzer, heute war Sonnenaufgang gegen 8, Sonnenuntergang gegen 4 nachmittags. Morgen wird der Tag wieder einige Minuten kürzer sein. Nächsten Sonntagnachmittag wollen wir etwas Geselliges gegen den Trübsinn setzen: Eine Filmnachmittag mit „The Sound of Music“, zu dem wir alle einladen. Recently one of my bosses and I went to the university hospital to do some service. The sun was s...

Mitarbeit bei Saron

Zum ersten Mal sind wir heute in der Mitarbeit bei Saron tätig geworden: Nachdem unser schwedisch so weit gewachsen sei, meinte man, könnten wir doch im Fürbitteteam mitmachen. Hier ist es im sonntags nämlich so, dass jede Woche gegen Ende des Gottesdienstes das Abendmahl gereicht wird, während weiter angebetet wird. In dieser Zeit gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Nähe Gottes zu suchen und zu erfahren: Durch einfaches Mitsingen der Lieder, durch Aufschreiben seiner Gebetsanliegen, durch einen Kniefall vor dem Kreuz, durch das Anzünden einer Kerze, oder durch das Aufsuchen des Fürbittebereichs. In Nähe des groβen Kreuzes befinden sich einige Kniebänke, die man aufsuchen kann. Ein Mitarbeiter kommt, kniet sich gegenüber, hört sich das Anliegen an und betet mit demjenigen. Taschentücher liegen bereit, und die sind wohl auch nötig. Nun, zur Mitarbeit in eben diesem Fürbitteteam sind wir eingeladen worden, und einmal im Monat sind wir nun an der Reihe. Eine Stunde vor Beginn des Gott...

Der Klinik Kipfenberg sei Dank!

Nun mache ich also mein Sprachpraktikum. Nicht als Pastor oder Geistlicher, nein, als Medizintechniker. Bei einer schwedischen Firma, die Arbeitsplätze für Mammografieauswertung herstellt. ( Fa. Breis ) Die Firma besteht aus zwei Inhabern, einem Angestellten, einer vom Arbeitsamt vermittelten Arbeitssuchenden und mir als teilzeitlichem Sprachpraktikant. Die beiden Inhaber haben die Ideen zu allen Produkten, entwickeln selbst und zeichnen Pläne, planen Platinen, kaufen alle Teile von der Schraube bis zum Monitor, montieren alles in echter Handarbeit, verkaufen weltweit auf Messen und erledigen nebenbei noch den Service. Ein expandierendes Unternehmen. Und nun ich mitten drin im schwedischen Arbeitsleben, bringe mir Wörter bei wie „Schraubstock“ oder „Gewindeeinsatz“, „Leim“ und „Poppniete“. Was meine „medizintechnischen“ Tätigkeiten im Groben schon beschreibt: Ich säge und feile, bohre und entgrate, baue schrankgroβe Gehäuseteile zusammen und schlieβe HF-Regulatoren an die richtigen Kab...

Angekommen!

Wir sind angekommen. Nein, nicht nur im neuen Haus. Das auch. Nach nur 4 Wochen konnten wir alle Umzugsarbeiten fertig stellen, Kartons sind alle ausgepackt, Lampen und Bilder hängen. Es fühlt sich so an, dass wir nun auch endgültig in Schweden, unserem Dienstort, angekommen sind. Mit Herz und Verstand. Die Zeit des Einlebens scheint im Gröbsten vorbei zu sein. Wir kennen unsere Nachbarschaft, wissen wo es was zu kaufen gibt, können in der Landessprache so weit kommunizieren um zumindest den Alltag bewältigen zu können. Wir haben einen Platz zum Leben, aus dem uns niemand mehr herauswerfen kann, und unsere schwedischen Bekanntschaften scheinen dies zu honorieren, ihre Reaktionen sagen uns: „Ihr meint es wohl wirklich ernst und folgt nicht nur flotten Ideen.“ Wir haben ungezählte Beobachtungen gemacht, Stadt, Geschichte und Kultur studiert und es scheint, dass wir mittlerweile ein Gefühl für Land und Leute haben. Es scheint uns, dass nun auch unser Dienst richtig beginnen kann. Mit unse...

Kaution zurückerhalten

(Nachtrag zum 26.10.) Ja, ist es denn zu fassen?! Unser Vermieter wollte doch nicht mit der Kaution rausrücken. Angeblich sei das Haus nicht sauber genug, und man müsse erst genau prüfen, was das alles kosten werde. Also forderte ich ihn schriftlich auf, die volle Summe bis zum 26. zurückzuzahlen. Falls nicht, werde der Mieterbund eingeschaltet und den Rest regeln. Dezent wies ich darauf hin, dass dies u.U. Konsequenzen für seine steuerliche Situation haben könne. Eine Woche später erhielt ich einen Anruf: Man könne am Haus „nichts feststellen“, am 26. könnte ich meine Kaution in voller Höhe bei ihnen abholen. Und so war es tatsächlich. Jesus, wir danken dir. Dieses Kapitel ist zur Freude aller erfolgreich abgeschlossen worden. Und ich habe dadurch viel gelernt, was es heiβt, auch im Konfliktfall Christ zu sein und zu bleiben. * * * (supplement to Oct 26th) When we returned the keys of the old house to our landlord he did not pay back the deposit to us, due to his opinion that the th...

Du kommst aus Island, oder?

Manchmal sind es ja wirklich kleine Kleinigkeiten, die einen den ganzen Tag freuen können. Als wir heute zu Saron, unserer Partnergemeinde, in den Gottesdienst gingen, war Nils wegen eines Kindergeburtstages nicht dabei, und die Meiselkinder auch nicht. Also gingen Ole und Svea Nadia für sich und alleine in ihre schwedischsprachigen Kindergruppen. Als ich den Leitern erklärte, dass unsere Kinder noch nicht so gut schwedisch sprechen, antwortete Mats, Oles Gruppenleiter, wie selbstverständlich: „Ja klar, ihr kommt aus Island, oder?“ Ich war mir nicht sicher, ob ich nun „Island“ oder „Tyskland“ gehört habe, aber er meinte, mein Akzent klänge so isländisch. Ich weiβ ja nicht, ob das ein erstrebenswerter Akzent ist. Aber mich hat es trotzdem riesig gefreut, dass mein Dialekt nicht mehr so eindeutig identifizierbar ist und eher den nordischen Sprachen zugeordnet wird. Wie gesagt, manchmal sind es Kleinigkeiten, die einen freuen… * * * Sometimes it is he small stuff that makes me happy. As w...

Peter kommt auch

(Nachtrag zum 23.10.) In Schleswig Holstein sind Herbstferien – guter Grund also für Schwager Peter und seine Söhne Max und Johannes zum Åstranden 10 zu kommen, schlieβlich arbeitet Peters Frau Ina hier wie ein Akkordarbeiter! Unsere Kinder freuen sich riesig über den Besuch ihrer Cousins – auch wenn sie noch einem ganz normalen Schultag nachgehen müssen (bis mind. halb vier plus Hausaufgaben) und nicht so viel Zeit zum Spielen bleibt. Da regt sich was! * * * (supplement to Oct 23rd) Autumn holidays in Schleswig-Holstein – a good reason for brother-in-law Peter and his sons Max and Johannes to travel to Åstranden 10, after all there is his wife Ina very busy at work. Our children get VERY happy to meet their cousins, although there is not too much time for playing. Here’s still a normal school week. And yet: There’s life in our house and things are progressing!