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Weihnachten 2007

Es ist so wunderbar ruhig dieser Tage. Viel Lesen. Mit den Kindern spielen. Ausschlafen. Keine Termine. Das Wetter lädt mit seinem trübsinnigen Dauerregen bei dunkelgrauer Dunkelheit zum Nichtstun ein. Heiligabend habe ich erstmal zwei Feuerlöscher besorgt, weil die noch nicht zum Inventar des neuen Heimes gehörten, wir aber keinesfalls auf echte Kerzen im Baum verzichten wollten. Die Kinder – insbesondere Nils – waren so froh, dass wir wieder Türen hatten, die das Weihnachtszimmer absperren. So blieb der Baum wieder bis zum Schluss ein Geheimnis.
Gemeinsam mit meiner Tochter Svea ging ich vormittags durch die unmittelbare Nachbarschaft und brachte jedem einen Teller voll selbstgebackener Weihnachtsplätzchen. Ihr könnt Euch die Augen, in die wir sahen, nicht vorstellen. Einer wollte bloβ ein einziges Plätzchen nehmen, weil er meinte, der ganze Teller sei zu schade für ihn, ich müsse zu allen gehen und jedem ein Plätzchen bringen. Die Freudentränen und strahlenden Gesichter, die ich sah, waren glaub ich mein schönstes Weihnachtsgeschenk.
Gegen Mittag kam Familie Meisel, mit der wir nachmittags einen eigenen Gottesdienst feierten. Und dann schauten wir – ganz nach schwedischer Tradition – Donald Duck im Fernsehen (das hat hier ähnliche Bedeutung wie in Deutschland „Dinner for one“ an Silvester). Karen hatte ein echt schwedisches Julbord vorbereitet, verschiedene eingelegte Heringssorten, geräucherter Lachs, Köttbullar und Prinzkorv oder „Janssons Frestelse“. Weihnachtschinken durfte auch nicht fehlen. Ach, was war das lecker. Vor allem der Nachtisch, „Ris à la Malta“.
Nach dem Essen verabschiedeten sich die Meisels. Bei uns wurden die Kerzen angezündet und Bescherung gemacht. Nachts um 11 hat sich die ganze Familie noch auf den Weg zur Mitternachtsmesse in der Domkirche gemacht, genau wie letztes Jahr. Den ersten Weihnachtstag feierten wir bei Meisels, und wir wurden in die kulinarischen Genüsse des amerikanischen Truthahns eingeführt. Und wir schauten „Der Weg nach Bethlehem“ auf DVD. Am 27. luden wir unsere ehemaligen Nachbarn aus der Gretas Gata zu einem deutschen Braten ein. Und gestern war es Zeit für etwas sportliche Betätigung, als wir uns mit mehreren Familien für den ganzen Nachmittag im Lerumer Wasserpalast zum Schwimmen trafen.
Abgesehen vom melancholischen Regenwetter mit bis zu 8° C ohne Schnee und Eis war es bis jetzt eine schöne Weihnachtszeit!

X-mas 07. It’s so wonderful quiet in those days. Lots of reading. Playing with the children. Sleeping in. No appointments. Outside it’s blowing, and a gloomy permanent rain keeps it dark around the clock, just as if the weather keeps trying to convince us: “You better don’t do anything!” Christmas eve the 24th is the most sacred time over here. But the first I had to do in the morning was buying two fire extinguishers, for our new home didn’t have those yet. And we hate these artificial false and fake electric candles in a Christmas tree. We want to have real ones. “Living lights”, as Swedes call them. Our kids – most of all Nils – were so happy to have doors again which could be closed to lock the “Christmas room”. So the Christmas tree remained to be a secret and a surprise until the “Bescherung”, the giving out of the Christmas presents, had come.
Before noon my daughter Svea and I went around to all of our direct neighbors, bringing them a plate full of Karen’s self made Christmas cookies. You wouldn’t believe the eyes we got to see! One guy wanted to take just one cookie, for he said it’s not good if he takes the entire plate, I should go to everybody and offer each one a cookie. I think, all these happy faces and even tears of joy were my most important Christmas presents.
Around noon the Meisel family arrived. In the afternoon we celebrated a SweGerMican Christmas service in our “
gillestuga”, a cosy multi-purpose room downstairs. We were thinking of giving which is more blessed than receiving. After that we had to watch “Kalle Anka”, Donald Duck. Yes, in Sweden you have to watch Donald Duck at Christmas Eve. I don’t know why, it’s just the way it is, and who can explain all those cultural rules you find in a particular context. (If one of my Swedish blog readers knows more, you’re invited to leave a comment!) After Donald Duck we enjoyed Karens really Swedish “julbord”, a Christmas buffet with delicious stuff like different sorts of marinated herring, smoked salmon, köttbullar and prinskorv, or “Jansons temptation”. That was tasty, I tell you, man. And the dessert! Ris à la Malta, mmmh…!
After that the Meisels went back home again and we lit the living candles, sang some Christmas songs and went over to our “
Bescherung”. And at 11 pm we set off in pouring rain to visit the midnight Christmas mass at Gothenburg’s Domchurch. First Christmas day we went over to the Meisels and we introduced to the delicious art of enjoying American Christmas turkey. And we saw “The Nativity Story” on DVD. The 27th we invited our former neighbors from Gretas Gata to roasted meat, and we had a great time together. After so much food and sitting around it was time yesterday, the 28th, for some more sports activity. A number of families met in Lerum to go swimming in the “water palace”.
So apart from the melancholy rainy weather at 8 degrees centigrade without light, snow, and ice it was a wonderful Christmas time so far!

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