Direkt zum Hauptbereich

Bombenalarm in Göteborg – Ole berichtet von seinem Schulweg

Weil ich heute so viel später aus der Schule kam als normal (unser Computerlehrer hatte den Feierabend verpennt!), entschied ich mich, anders nach Hause zu fahren als sonst. Normalerweise nehme ich die Straβenbahn. Heute wollte ich also mit dem Bus 520 vom Hauptbahnhof aus fahren, weil der gleich durchfährt und ich nicht umsteigen muss. Also bin ich dahin, und ich wunderte mich, dass mir Hunderte von Leuten entgegen kamen. Ich ging also weiter, und plötzlich sah ich, dass das ganze Nils-Ericsson-Terminal (das ist der Busbahnhof) menschenleer war. Plötzlich sprach mich ein Polizist auf Schwedisch an und machte Handzeichen, als ob ich hier zu verschwinden hätte. Leider hab ich nicht alles verstanden, deshalb habe ich ihn mal auf Englisch gefragt, was denn hier los ist. Da sagte er: „Wir müssen das ganze Gebäude evakuieren!“ Das war natürlich spannend, aber ich hatte keine Ahnung, was hier los war. Also bin ich raus um zu sehen, was da passiert. Ich hab zugesehen, wie alle Busse fast schon hektisch versuchten, den Platz zu verlassen – und auf dem Nils-Ericsson-Terminal gibt es ganz schön viele Busse. Das war voll das Busgedrängel. Ich weiβ nicht wieso, aber weil ich erst letzte Woche bei meinem Freund James Bond gesehen habe, dachte ich so: „Vielleicht gibt’s hier ja 'ne Bombe und gleich geht hier was in die Luft!“ (Wenn bei James Bond mal irgendwas nicht stimmt oder klappt, ist es schlieβlich immer ne Bombe, oder?) Kurz drauf kommt ein Busfahrer vom Busplatz weg und sprach mit einer Frau – alles was ich verstanden habe war das Wort „bomb“. Ich geh ein bisschen herum und höre immer wieder das gleiche. Spannend war das vielleicht! Leider rief dann meine Mutter an und fragte, wo ich denn bleibe. Ich hab ihr alles erzählt, und sie meinte dann, ich solle jetzt sofort da weggehen und nach Hause kommen. Was ich schweren Herzens dann wohl auch getan habe. Zu Hause haben wir dann im Internet nachgeschaut – da stand ein gestohlenes Auto mit einer Tasche auf dem Rücksitz in der eine Bombe zu sehen war. Ein Polizeiroboter hat auf die Tasche geschossen. Später stellte sich heraus, dass alles nur eine Attrappe war…
Ole tells a story about his way home from school today:
“Because I was late today because my computer teacher forgot that school is over I thought t myself that I could actually by bus this time, not by tram as usually. When I entered the Nils-Erircsson-Terminal (that’s the big bus station at the railway station) I noticed so many people leaving the building. I thought: This can’t be right. As I kept on walking I saw a policeman saying something to the other people in Swedish. I could not understand everything, so I asked him in English: “What’s going on here?” He said to me that I should leave the building straight away. That was really exciting but I didn’t know what’s happening here. So I went out where all the other people were. I wanted to see what’s going on there. I watched all the busses trying to get out of the area, seemed like a bit nervous, and there are many busses at the Nils-Ericsson-terminal. I remembered James Bond which I watched recently at my friend’s house and I thought for myself: “Maybe it’s a bomb!” (After all, if something does not work properly for James Bond there’s a bomb behind it, isn’t it?!) Maybe I’ll see the whole station exploding? Instead of that I heard a woman talking with a bus driver, and he said something in Swedish – all I got was “BOMB!” As I went around the crowd I picked up “bomb” over and over again. I backed off a bit – just in case… Suddenly my mobile rang, my mother. “Where the heck are you?!” I told her the whole story, and she commanded me to get out of there, taking the next tram and coming home as soon as possible! I didn’t really want to go, but I went… At home we found out in the internet that there was a stolen car with a bag on the backseat with a bomb in it. A police robot shot at the bag. Later they discovered it was just a dummy…

(translation by Nils!)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Brückenpfeiler Nr. 1: Verankert in der Bibel

Zum ersten Teil der Serie geht's hier.  Brückenpfeiler Nr. 1: Verankert in der Bibel  Eines der tiefgründigsten und eindeutigsten Gebote Gottes findet sich im fünften Buch Mose: Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore. (5Mos 6,4-9) Diese Worte wurden vor tausenden von Jahren gegeben, doch ihre Botschaft ist immer noch sonnenklar: Tu, was du kannst, um nie von Gottes Geboten abgelenkt zu werden. Simpel, oder? Bei uns im Westen finden ...

Brückenpfeiler Nr. 3: Im weltweiten Körper Christi ruhend

Zum ersten Teil der Serie geht's hier.  Brückenpfeiler Nr. 3: Im weltweiten Körper Christi ruhend H2O ist nach wie vor eine sehr kleine Gemeinde. Eine Brücke zu bauen, die sich über einen so großen Abgrund erstreckt, ist ohne Hilfe unmöglich. Sich sowohl in der Bibel als auch in der heutigen Kultur zu verankern, wird uns spannen wie eine Streckbank. Wir brauchen eine Stütze in der Mitte, etwas, wo man Gewicht ablegen kann. Für uns ist diese Stütze die Gemeinde generell, der Leib Christi, die weltweite Kirche, wie auch immer man es benennen mag. Wir sehen uns verbunden mit unseren Glaubensgeschwistern der Gegenwart und der Vergangenheit. Die Tatsache, dass die Kirche nie perfekt war, sondern im Gegenteil stets mit Flecken und Fehlern behaftet war und ist, macht es für uns eigentlich nur noch interessanter. Denn wir erleben uns selbst auch nicht als perfekt und damit passen wir doch ganz gut zusammen. Außerdem können wir von allen Fehlern der Vergangenheit am meisten ler...

Forge Europa

Dunkel war's und kalt die Nacht: Forge möchte ganz normale Christen ausbilden, wie man im geistlichen Winter Europas kleine Feuer anzündet. Wer sich intensiver mit "missional" beschäftigt hat, ist nicht an Namen wie Alan Hirsch oder Michael Frost vorbeigekommen. Sie gehörten zu den ersten, die die missionale Gemeinde nachvollziehbar beschrieben haben. Aus ihren Erfahrungen in Australien gründeten sie Forge als Trainingsbasis für mehr missionale Leiter und Pastoren. Forge hat sich darauf vor allem in den USA durchgesetzt, und dort wurde 2014 eine offizielle Partnerschaft zwischen Forge und CA geschmiedet. Vor allem weil Forge eben nur Training anbietet, CA aber die Theorie in die Praxis umsetzt. Nun ist Forge auch nach Europa gekommen. Gemeinsam mit meinem schottischen Kollegen Alan, Forges Europadirektor, und vielen anderen Herlfern haben wir das erste Forge Training in Europa angefangen. Welche Stadt eignet sich besser dafür als Brüssel? In vier Schulungswochene...