Direkt zum Hauptbereich

Schlechterwisser II.: Wir sind dran!

So oder ähnlich sahen wohl die ersten Noten aus (Quelle: Wikipedia)

Auf dem Pfade der Veränderung führt mein Hirte mich manchmal aus dem dunklen, pieksigen Unterholz auf sonnige, freie Felsvorsprünge. Aussichtsplätze, von denen ich zurückblicken darf in die Täler des Wandels, durch die meine frommen Vorväter und -mütter gestrauchelt sind. Dort sehe ich Mönche, die Schulen und Universitäten gründeten. (Ob sie wussten, dass daraus einmal unsere heutigen Bildungssysteme erwachsen würden?) Sehe namenlose Nonnen und Diakonissen an der Seite Kranker und Sterbender. (Ob jenen Dienerinnen der Nächstenliebe bewusst war, dass sie den Samen unserer heutigen Gesundheits- und Sozialsysteme legten?) Ich sehe Anbeter, die Punkte und Striche erfanden, um ihrem Gott besser singen zu können. (Ob ihnen klar war, dass ihre Noten Jahrhunderte später auf dem ganzen Globus geschrieben und gelesen werden?) Während ich verzückt versuche, noch mehr Vorbilder zu entdecken, knackt es aus dem Busch. Der Hirte ist weitergezogen. Nur nicht den Anschluss verpassen, denn er wandert stets auf mir unbekannten Pfaden. Er ist der Herr des Neuen. Verspricht neue Kleider, Lieder, Namen, macht am Ende alles neu.

Heute sind wir an der Reihe, Innovatoren zu sein: Neue Reformatoren auf dem schmalen Pfad des Lebens im Zeitalter der gigantischsten Veränderungen der Geschichte.

(Fortsetzung folgt)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Gemeindegründungskurs

Übermorgen (Mittwoch) werde ich nachmittags zum zweiten Mal eine dreistündige Vorlesung zum Thema Gemeindegründung halten. Studenten aus ganz Schweden werden online zugeschaltet sein. Für mich persönlich ist dies eine wirklich große und wichtige Sache. Während der ersten Vorlesung ging es um die Theologie der Gemeindegründung. Am Mittwoch wird es um die Praxis gehen. Wir werden zu weiten Teilen über den von CA entwickelten "Missional Actions Plan" reden (MAP). CA unterstützt dieses Projekt mit einem eigens für diesen Kurs professionell produziertem Video. Euch würde ich herzlich bitten, für diesen Kurs, die Stundenten, Mittwochnachmittag und vor allem die langfristige Frucht des Kurses zu beten. Danke!

Der Lohn der Sünde

Der Lohn der Sünde ist Tod. Das steht im Römerbrief, Kapitel 6, 23. Sünde, Tod, klingt nicht angenehm. Vor allem, dass Sünde im Singular dasteht. Der Lohn jeder einzelnen Sünde, egal wie groβ oder klein, ist Tod. Nur einmal die Unwahrheit gesagt, und es ist geschehen. Perfekt gelebt, aber einmal war mir mein Job wichtiger als Gott – vorbei. Sünde ist höchstexplosiv, wenn sie in Gottes Nähe kommt. Wie Benzin, das auch keine Experimente mit Feuer verzeiht. Ein einziger Funken reicht. Wer in die Nähe Gottes kommt – und spätestens nach diesem Leben werden wir alle dort erscheinen – und nur einen einzigen, winzig kleinen Sündenfleck an sich trägt, den wird’s zerreiβen. Zu groβen Verhandlungsdiskussionen wird es gar nicht erst kommen. Einer trostlosen Zukunft sehen wir nach diesem Leben entgegen, denn wer kann schon behaupten, makellos zu sein. Von Jesus wird gesagt, dass er Gott selbst war. Es wird berichtet, Gott sei Mensch geworden. Man liest, er war makellos, ohne Sünde. Er musste nicht ...

„The Sound of Music“

Nun haben wir es also angeboten und selbst eingenommen, unser erstes Antiherbstdepressivum, in Form eines lustigen Filmnachmittages in unserer Gillestuga mit gemeinsamen Essen. Schön war’s! Und wir sahen ein höchst interessantes Werk: „The Sound of Music“, ein amerikanisches Musical als Heimatfilm aus dem Jahre 1965, das zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in Salzburg spielt. Alle Schweden kennen es so gut, dass es hier darauf Parodien und Anspielungen in der Werbung gibt. Unser Holländer in Team sagte, in Holland wachse man mit diesem Film auf, er konnte alle Dialoge mitsprechen. Und unsere Amerikaner konnten sämtliche Lieder des Musicals auswendig mitsingen. Nur Karen und ich blamierten uns mit unserer Bildungslücke. Wir haben bis jetzt aber auch noch keinen anderen Deutschen gesprochen, der den Film je gesehen hat ( Gibt’s einen? Bitte sofort unten einen Kommentar hinterlassen!!! ) Man sagte uns, in Amerika gehe man davon aus, dass in Österreich jeder in das (englische) Lied „Edelwei...