Direkt zum Hauptbereich

Mitglied im Bund

"Gemeinde in einer untreuen Zeit" - das war das Thema des diesjährigen EFK-Kongresses in Falun, auf welchem auch H2O offiziell in die Gemeinschaft der EFK'ler aufgenommen wurde.

H2O ist nun also ganz offiziell in den Bund der EFK aufgenommen worden. Das war ein längerer, aber eigentlich ganz einfacher Prozess. Einerseits sind wir ein bisschen wie ein schillernder Vogel in diesem Gemeindenetzwerk - wie wir es in vielen anderen Bünden z.B. in Deutschland höchstwahrschienlich auch wären. Andererseits war es die EFK, die uns offiziell eingeladen hat, Neues zu entwickeln, wie uns ein Blick in die Anfangstage dieses Blogs in Erinnerung ruft. Und so wurden wir jahrelang fasziniert beäugt. Nun sind wir Teil des Ganzen, mit der Hoffnung, noch mehr Gemeinden zu inspirieren und Gemeindegründung zu fördern.

"Normale" Gemeindegründungen - sofern an Gemeindegründung überhaupt etwas normales ist - könnten jetzt in der Versuchung stehen, sich zurücklehnen, den Staub von den Händen klopfen und festzustellen: "Wir haben's geschafft!" Nicht so bei Christian Associates. Der "Missional Action Plan" unterscheidet sich in vielfacher Weise von "herkömmlichen" Konzepten (klingt wie in der Werbung, ich weiß...): Erstens darf in KEINER Gemeinde embedding und inititating jemals aufhören, ein besonderer Fokus muss darauf gelegt werden, dass man immer missional bleibt und nicht anfängt, im eigenen Saft zu braten. (Die Ebenen zwei und drei, gathering und church muss man selten betonen - dass machen alle Gemeinden ziemlich gut.) Zweitens gibt man sich bei CA nicht eher zufrieden, als bis Ebene sechs erreicht und etabliert wurde. In unserem Fall fehlt also noch hubbing und extending.

Doch bevor wir nach dem Sommer den Fokus aufs Hubbing, aufs Verzweigen legen, ist es vielleicht an der Zeit, ein paar Beschreibungen zu formulieren, was wir gelernt haben auf unserer Reise bis hierher. (Wie) unterscheidet sich die europäische Gemeinde der Zukunft von der der Gegenwart und der Vergangenheit?

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Gemeinde - ein Verein oder eine Firma?

Bald ist wieder GLS-Zeit in Schweden. GLS heißt Global Leadership Summit und ist nichts anderes als Willow-Creeks jährliche Leiterkonferenz. In Schweden wird GLS in den Großstädten angeboten als eine halb Live, halb aufgezeichnete Veranstaltung. Unser Partner Saron ist Treffpunkt für alle Gemeindeleiter im Göteborger Raum. Natürlich werde auch ich wieder da sein, nicht zuletzt, um andere Gemeinden zu treffen und um getroffen zu werden. Nun habe ich selbst meine Leiterausbildung in den USA absolviert und weiß, dass die Amis hier sehr viel Gutes zu sagen haben. Ich weiß auch, dass die Deutschen in Sachen Menschenführung und Leitung deutlich mehr Nachholbedarf haben als die Schweden. Und so begeistert ich von vielen Dingen auch immer noch sein mag, ein paar Fragen wollen mir nicht mehr aus dem Kopf: Muss Gemeinde wie eine Firma geführt und strukturiert werden? Muss Gemeinde wie ein Verein geführt und strukturiert werden? Und wenn die Antwort auf beide Fragen auch Nein lauten kann, wie mu...

Der Lohn der Sünde

Der Lohn der Sünde ist Tod. Das steht im Römerbrief, Kapitel 6, 23. Sünde, Tod, klingt nicht angenehm. Vor allem, dass Sünde im Singular dasteht. Der Lohn jeder einzelnen Sünde, egal wie groβ oder klein, ist Tod. Nur einmal die Unwahrheit gesagt, und es ist geschehen. Perfekt gelebt, aber einmal war mir mein Job wichtiger als Gott – vorbei. Sünde ist höchstexplosiv, wenn sie in Gottes Nähe kommt. Wie Benzin, das auch keine Experimente mit Feuer verzeiht. Ein einziger Funken reicht. Wer in die Nähe Gottes kommt – und spätestens nach diesem Leben werden wir alle dort erscheinen – und nur einen einzigen, winzig kleinen Sündenfleck an sich trägt, den wird’s zerreiβen. Zu groβen Verhandlungsdiskussionen wird es gar nicht erst kommen. Einer trostlosen Zukunft sehen wir nach diesem Leben entgegen, denn wer kann schon behaupten, makellos zu sein. Von Jesus wird gesagt, dass er Gott selbst war. Es wird berichtet, Gott sei Mensch geworden. Man liest, er war makellos, ohne Sünde. Er musste nicht ...

Wer erntet die dicksten Kartoffeln?

Wer es noch nie gesehen hat, dem sei es hiermit gezeigt: Unsere Gesellschaft setzt sich aus vielen Subkulturen zusammen. Das Bild ist ein Beispiel für Deutschland, wo sich das Sinusinstitut in seinen sogenannten "Milieustudien" auf zehn Milieus oder Kartoffeln begrenzt. Sinus macht solche soziologischen Studien in erster Linie für Firmen, die ihr Produkt möglichst punktgenau in einer passenden Zielgruppe vermarkten wollen. Es ist eine fantastische Brille, mit der man klarer sehen kann, mit wem man es eigentlich zu tun hat und wie die gewünschten Kunden so ticken. Wenn sich Pastoren, Pfarrer oder ganz normale Christen diese Brille auf die Nase setzen, sehen die meisten entweder rot oder schwarz. Einigen wird auch gerne schwindelig oder sogar so schlecht wie bei einem Horrortrip. Warum nur? Weil Sinus ebenfalls herausgefunden hat, dass Kirchen und Gemeinden, völlig egal welcher Farbe, Konfession oder Denomiation, fast ausschließlich aus einem ca. 15% großen Segment am lin...