Gebet und Demut hängen zusammen. Gebet ist der Meterstab einer Gottesbeziehung - kein Gebet = keine Beziehung, Gebet "ohne Unterlass" (1Thess 5,17) = intime Gottesbeziehung. Wer "ohne Unterlass" betet, wird zur bekannten "ersten Liebe" zurückfinden (Off 2,4), wird überwinden (z.B. Off 2,11) und nicht lau werden (Off 3, 15-16). Gebet macht uns nicht stark, sondern lässt Gott in uns stark werden. Womit wir fast schon wieder bei der Demut wären: Wir sind gebrochene Menschen mit einem himmlischen Schatz im Inneren. Wir werden uns in Zukunft immer weniger auf den Staus Quo von Kirche und Gemeinde verlassen können. Die "gesetzlich garantierte" Religionsfreiheit wird unterwandert werden - es geschieht ja schon jetzt. Unsere einzig wahre Stärke wird wieder Gott selbst werden müssen. Und der wiederum lässt sich sehr gut im "Gebet in Wahrheit und im Geist" ansprechen (Joh 4,24).
Der Lohn der Sünde ist Tod. Das steht im Römerbrief, Kapitel 6, 23. Sünde, Tod, klingt nicht angenehm. Vor allem, dass Sünde im Singular dasteht. Der Lohn jeder einzelnen Sünde, egal wie groβ oder klein, ist Tod. Nur einmal die Unwahrheit gesagt, und es ist geschehen. Perfekt gelebt, aber einmal war mir mein Job wichtiger als Gott – vorbei. Sünde ist höchstexplosiv, wenn sie in Gottes Nähe kommt. Wie Benzin, das auch keine Experimente mit Feuer verzeiht. Ein einziger Funken reicht. Wer in die Nähe Gottes kommt – und spätestens nach diesem Leben werden wir alle dort erscheinen – und nur einen einzigen, winzig kleinen Sündenfleck an sich trägt, den wird’s zerreiβen. Zu groβen Verhandlungsdiskussionen wird es gar nicht erst kommen. Einer trostlosen Zukunft sehen wir nach diesem Leben entgegen, denn wer kann schon behaupten, makellos zu sein. Von Jesus wird gesagt, dass er Gott selbst war. Es wird berichtet, Gott sei Mensch geworden. Man liest, er war makellos, ohne Sünde. Er musste nicht ...
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