Es scheint in immer mehr Ländern populär zu werden, richtige Gottlosesdienste zu feiern, mit allem drum und dran, Musik, Predigt und so weiter. Im hiesigen Einkaufszentrum wurde jüngst eine Veranstaltung gemacht, wo Menschen über ihre erlebten und selbst verrichteten guten Taten der Nächstenliebe vor großem Publikum öffentlich berichten durften - von unbedeutenden Selbstverständlichkeiten bis hin zu beeindruckenden Einsätzen. Jeden Tag berichtet unsere Tageszeitung nun stolz über die vielen guten Taten ihrer tüchtigen Leser. Und das ist ja auch gut so, dass es überhaupt noch Menschen gibt, die Engagement und Einsatz zeigen. Doch auch hier wird Gott oder eine mögliche religiöse Motivation streng ausgeklammert. In Berlin scheint man jüngst ernsthaft den öffentlichen Verbot Weihnachtens diskutiert zu haben - auch wenn nun sich vielleicht herausstellt, dass es ein solches Verbot nie gegeben habe und ein solches angeblich sogar "ungesetzlich" gewesen sei. Wie dem auch auch sei - der Trend des Westens ist eindeutig: Wir Menschen sind nun fähig und gebildet genug, das Leben selbst zu meistern. Wir brauchen keinen organisierten Glauben mehr, am allerwenigsten den christlichen. Nächstenliebe können wir schließlich auch ohne Gott leben. Ausländern gestatten wir gerne, ihren Glauben auszuleben, die sind halt noch nicht so weit wie wir. Für unsere eigenen spirituellen Erfahrungen braucht's keine Kirche. Die Lawine des säkularen Gutmenschentum ist in Bewegung, auch wenn sich Weihnachtsfeste und andere Traditionen noch einen Weile halten können werden. Wie mag unsere Welt wohl aussehen, nachdem der entkirchlichende Scheerutsch ins Tal gedonnert ist?
Der Lohn der Sünde ist Tod. Das steht im Römerbrief, Kapitel 6, 23. Sünde, Tod, klingt nicht angenehm. Vor allem, dass Sünde im Singular dasteht. Der Lohn jeder einzelnen Sünde, egal wie groβ oder klein, ist Tod. Nur einmal die Unwahrheit gesagt, und es ist geschehen. Perfekt gelebt, aber einmal war mir mein Job wichtiger als Gott – vorbei. Sünde ist höchstexplosiv, wenn sie in Gottes Nähe kommt. Wie Benzin, das auch keine Experimente mit Feuer verzeiht. Ein einziger Funken reicht. Wer in die Nähe Gottes kommt – und spätestens nach diesem Leben werden wir alle dort erscheinen – und nur einen einzigen, winzig kleinen Sündenfleck an sich trägt, den wird’s zerreiβen. Zu groβen Verhandlungsdiskussionen wird es gar nicht erst kommen. Einer trostlosen Zukunft sehen wir nach diesem Leben entgegen, denn wer kann schon behaupten, makellos zu sein. Von Jesus wird gesagt, dass er Gott selbst war. Es wird berichtet, Gott sei Mensch geworden. Man liest, er war makellos, ohne Sünde. Er musste nicht ...
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