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Posts

Gebetsclip im Januar

Impulstage Gemeindegründung

Bald werden Karen und ich nach Hannover zu den Impulstagen Gemeindegrüdung reisen. Hat noch jemand Lust, sich dort zu treffen? Auf der Seite  https://gemeindegruendung.feg.de/impulstage/ kann man sich noch anmelden. Hier ist ein kleiner Video: Ich würde mich sehr über viele, viele Gebete freuen!!!

Forge Europa

Dunkel war's und kalt die Nacht: Forge möchte ganz normale Christen ausbilden, wie man im geistlichen Winter Europas kleine Feuer anzündet. Wer sich intensiver mit "missional" beschäftigt hat, ist nicht an Namen wie Alan Hirsch oder Michael Frost vorbeigekommen. Sie gehörten zu den ersten, die die missionale Gemeinde nachvollziehbar beschrieben haben. Aus ihren Erfahrungen in Australien gründeten sie Forge als Trainingsbasis für mehr missionale Leiter und Pastoren. Forge hat sich darauf vor allem in den USA durchgesetzt, und dort wurde 2014 eine offizielle Partnerschaft zwischen Forge und CA geschmiedet. Vor allem weil Forge eben nur Training anbietet, CA aber die Theorie in die Praxis umsetzt. Nun ist Forge auch nach Europa gekommen. Gemeinsam mit meinem schottischen Kollegen Alan, Forges Europadirektor, und vielen anderen Herlfern haben wir das erste Forge Training in Europa angefangen. Welche Stadt eignet sich besser dafür als Brüssel? In vier Schulungswochene...

Jahreslosung 2016: Trost, bitte!

Willkommen im Jahre 2016 a.D.! Jesaja ist ein faszinierendes Buch der Bibel. Nicht nur, dass es 66 Kapitel hat - genausoviele wie die ganze Bibel Bücher enthält. Jesaja hat außerdem zwei Teile, die auch Nichttheologen deutlich unterscheiden können. Der erste Teil hat genausoviele Kapitel, wie das Alte Testament Bücher, und der zweite so viele wie das Neue Testament. Die Jahreslosung 2016 stammt aus dem letzten Kapitel Jesajas, wo viel von der Neuen Schöpfung die Rede ist. Doch auch die 65 vorlaufenden Kapitel handeln viel von Trost und Hoffnung.  Wie treffend, nach 2015 von Trost zu reden. Zum dritten Mal habe meine Gedanken musikalisch zusammengereimt. Zum ersten Teil des Liedes inspirierte mich ein Gedicht, was mir ein ALT-Student gab. Im Frühjahr machte er ein Auslandssemester in Ägypten und bekam alle Reaktionen auf den "Racheakt" direkt mit. Der Student brachte mir das Gedicht " Two Rows " (zwei Reihen) mit, welches kurz nach der Tat von der ägyptischen Bib...

Frohes, neues Jahr!

Wir wünschen allen unseren Freunden, Bekannten, Kollegen, Lesern, Gönnern, Unterstützern, Fürbetern, Verwandet, Nachbarn ein wunderbares, erfülltes, hoffnngsvolles, gesegnetes Jahr 2016! Wir sehen uns im nächsten Jahr!

Fröhliche Weihnachten!

Global Advancement

Wie übersetzt man treffend "Global Advancement Team" ins Deutsche? Ishweisetnish. Issauchejaal. Unser Christian Associates GAT hat jedenfalls den Auftrag, Ideenküche fur die Organisation zu sein. Wöchentlich treffen wir uns online und einmal jährlich persönlich. Letztes Jahr war das hier , und 2015 hatte uns ein kalifornischer Unternehmer ein ganzes Haus inklusive Verpflegung für unser Teamtreffen zur Verfügung gestellt. GAT-Leiter (und mein Chef) Kevin geht mit uns durch die Agenda. Die kalifornische Sonne geizte etwas mit ihren Reizen, doch wir nutzen die Sonnenstunden, die wir hatten. 2017 oder 2070? Das war eine der der Millionen Fragen zum Thema Gemeinde der Zukunft. Da wir fast Nachbarn zur Paramount-Ranch waren, musste ich als filminteressierter Mensch natürlich dem alten Arbeitsplatz von John Wayne einen kurzen Besuch abstatten.

Serve the City

Einige der StC-Leiter aus ganz Europa Vor lauter Terror und Diskussion komme ich ja gar nicht mehr zum Berichten was sonst noch so alles los ist. Zum Beispiel war ich vor einigen Wochen (genau während der pariser Ereignisse) auf dem Serve the City Forum in Lissabon. Serve the City ist eine Bewegung, die CA vor über 10 Jahren in Brüssel gegründet hat. Wir hatten das bei H2O unter dem Namen TjänaStan adoptiert. Glaube ist mehr als ein theoretisches "Für-Wahr-Halten". Glaube ohne Werke ist tot. Viele "Werke" evangelikaler Christen sehen in den Augen nichtkirchlicher Leute eher merkwürdig aus. Serve the City gibt sehr viel Gelegenheit und Ideen, statt "Merkwürdigem" Denkwürdiges zu tun. Und unsere nichtkirchlichen Freunde und Nachbarn einzuladen, doch gleich mitzumachen. Serve the City hat sich schon in mehreren Kontinenten ausgebreitet, es wächst schneller und besser und besser als Gemeindegründung. Einmal jährlich treffen sich einige Leiter, um Erfahr...

Kurdistan freier als Angered?

Dieser Artikel handelt von bunten Kindergeschichten.... Hinweis: Tppfehler sind Absischt, um eine autmatische Überseztung zu erschwehren.  Kennt Ihr die wichtigsten Terrrorbrutstätten Europas? Die Medien berichten davon, dass es derer drei sind: Saint Denis in Paris (110.000 Einwohner), Molenbeek in Brüssel (96.000 Einwohner) und Angered in Göteborg (55.000 Einwohner). Ich weiß nicht, ob das so stimmt, Tatsache ist aber, dass hier bei uns um die Ecke neue Terroristen rekrutiert werden. In allen drei Städten der drei Länder wurden dieselben zwei Ursachen zum Dünger der Gewalt. Da ist einerseits die starke Segregation. Wer neu in ein fremdes Land kommt, fühlt sich nie als Teil der dortigen Gesellschaft. Alles ist anders und seltsam. Alltägliche Kleinigkeiten können eine Ewigkeit in Anspruch nehmen. Man kann nicht kommunizieren, fühlt sich hilflos und dumm. Man versucht sein Bestes, und nicht selten wird man doch ausgelacht, weil man wieder mal etwas komisches gesagt oder ...

Gebetsclip im November

Thanksgiving 2015!

Unser Buffet für 50 dankbare Münder. "Heute ist in Amerika Thanksgiving!" So wurde ich heute früh aus dem Radio informiert. Die Sprecherin fand dieses Fest in den Staaten und Kanada ganz toll, und sie fügte völlig begeistert hinzu: "Und das ist nichts Religiöses, es feiern wirklich alle !" Diese Nachricht muss so außergewöhnlich sein, dass sie gleich nochmal wiederholen und betonen musste, es sei wirklich nichts Religiöses, alle feiern das! Mit anderen Worten, wenn's was "Religiöses" wäre, würde man nicht darüber berichten. Nun ja, an säkularen Kleingeist konnte ich mich in den vergangenen Jahren aus beruflichen Gründen genügend gewöhnen. Wer weiß heute schon noch, dass die Emigranten, welche das erste harte Jahr nach Ankunft in der "Neuen Welt" überlebt hatten, allen Grund dazu hatten, Gott dafür zu danken. Denn dort gab es noch keine Behörden und Sozialsysteme für Flüchtlinge, nur knochenhart erarbeitete Ernten und noch härtere Wint...

Der Preis des Atheismus

N.T. Wright ist einer meiner Favorittheologen: Biblisch, tief, verständlich, zeitgemäß. Schon vor acht Jahren (fast auf den Tag genau) gab er ein Interview, das heute nicht aktueller sein könnte. Ich halte seine Aussagen für so lesenswert, dass ich die Mitschrift für Euch übersetzt habe. Von N.T. Wright, in einem Interview mit The Gospel Coalition am 19. November 2007 Mir scheint der Versuch, Glauben und öffentliches Leben trennen zu wollen nur als Methode zum Zeit gewinnen und Gras wachsen lassen - so verständlich das auch sein mag. Doch Zeit " gewinnen" ist eine Lotterie - und der geforderte Einsatz kann schlimm und hoch sein. Ein Beispiel: Die Türkei begegnet islamischen Fundamentalisten mit der Aussage: ”Nein, wir wollen eine säkulare Republik werden.” Und ehrlich gesagt, wenn ich zu wählen hätte zwischen einem Leben unter der Scharia oder einer säkularen Republik würde ich das Letztere vorziehen, vielen Dank auch. Aber es war exakt dieselbe Entscheidung, d...

Je suis... - ja, was eigentlich?!

Wie viele andere wahrscheinlich auch, hörte ich völlig überrascht vergangenen Samstag vor dem Frühstück von den Ereignissen in Frankreich. Ich war gerade auf dem europäischen Serve-the-City-Forum in Portugal. Samstagnachmittag rief ich unsere Mitarbeiterin in Südfrankreich an. Unser dortiges Projekt arbeitet vor allem mit jugendlichen Einwanderern. Ich wollte fragen, wie nach den Anschlägen die Stimmung ist. Gedämpft, war die Antwort. Aber es wundere niemanden. Der Westen habe schließlich den Glauben aufgegeben und durch nichts besseres als einem spirituellen Vakuum ersetzt. Viele Franzosen seien zwar sehr stolz darauf, aller Religion ledig zu sein, wie die Charlie Hedbo-Zeichnung klarmacht ( siehe gestrigen Blogeintrag ). Das führe aber nur dazu, dass vor allem junge Leute ein recht sinnloses Leben führen. Sex, Wein und Käse ist eben doch nicht alles im Leben. Wer dieses Vakuum geschickt auszunutzen verstehe, dem stehe Tür und Tor offen. Viele junge Einwandererteenager haben nur w...

Was Christen gegen Terror tun können

Antigebet: Bloß nicht noch mehr Religion, meint der Charlie Hedbo Zeichner Joann Sfar. Selig sind die Frieden stiften, ermahnt die Bergpredigt. Wenn's drauf ankommt, ist's leichter gesagt, als getan. Terrornachrichten lassen uns ins Nachdenken kommen, wie Frieden stiften ganz praktisch aussehen kann. Hier sind sieben Vorschläge. Erstens: Ruhe bewahren  Angst war noch nie ein guter Ratgeber. Wir gehören zu einer Generation, die für europäische Verhältnisse außergewöhnlich wenig Krieg und ungewöhnlich viel Frieden erlebt hat; so mancher junge Erwachsene hat noch nie im Leben eine Ohrfeige erhalten. Da können Gewaltakte wie die jüngsten in Paris leicht Hysterie, Angst oder Depression auslösen. Als Jesusnachfolger wissen wir zweierlei: Gott hat erstens immer alles unter Kontrolle und zweitens ist Christen kein leidfreies Leben versprochen. Wenn die Geschosseinschläge immer näher kommen dürfen wir in diesem Wissen konsequent Ruhe finden. Zweitens: informiert bleiben - ab...

"Nicht wachsende Gemeinden sind doch gar keine Gemeinden!"

Der junge Mann war empört. Ich hatte einen einführenden Vortrag über die missionale Gemeinde gehalten. Das geht immer am einfachsten, wenn man die Kirchengeschichte Europas auszoomt und als Ganzes betrachtet, von der Urgemeinde bis heute. Man erkennt gut, wo wir sind und warum. Anhand der Ballistik einiger Trends kann man sogar voraussagen, wo wir in ein paar Jahren landen werden - inklusive Möglichkeiten und Schwierigkeiten. Der junge Mann meinte, dass das Missionale doch nur zur Verwässerung der Gemeinde führt. Dies sei eindeutig zu sehen. So weit, so gut. Diesen Einwand kann ich voll und ganz gelten lassen, denn wo Gemeinden nur darauf aus sind, cooler, hipper oder trendier zu werden, da mag man zwar wachsende Gemeinden vorfinden, aber auch einen wachsenden Showfaktor, und damit die Gefahr zur Oberflächlichkeit. Ich selber stehe den stylischen Hochglanzgemeinden eher skeptisch gegenüber, selbst wenn längst nicht alles schlecht klingt, was ich von diesen Gemeinden mitkriege. Doch H...

10 Jahre New-Reformation!

Großes, christliches Blogsterben? Nicht bei New-Reformation! New-Reformation feiert Geburtstag! Heute vor zehn Jahren wurde der erste Blogpost veröffentlicht. Es begann mit einer vagen Erkundungsreise nach Göteborg. Wir hatten keine Ahnung, ob es jemals etwas werden würde. Noch weniger wussten wir, was uns alles erwarten würde und wohin die Reise langfristig führen würde. Wir spürten nur, dass Gott uns drängt, im Vertrauen auf Ihn Schritte nach vorne zu tun. Wir sind sehr, sehr, sehr dankbar für Seine Treue über all die Jahre. Danke, Herr!

Flüchtlinge vertreiben H2O

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an das "Thanksgiving"-Video, das wir vor zwei Jahren gemacht hatten. Ausgerechnet das amerikanische Thanksgiving hatte sich bei H2O zu einem unerwartet populären Hit entwickelt. Am Sonntag, den 22. November 2015 werden wir zwar wieder Thanksgiving feiern. Aber es wird wohl ein Dankopfer mit bitterem Nachgeschmack werden: Der 22. November 2015 wird das letzte Mal sein,wo  H2O sich wie gewohnt im H2O-Foyer bei Reningsborg trifft. Unmittelbar nach unserer Thanksgiving-Feier muss geräumt werden: Der Umbau des Gebäudes zum Wohnheim für Flüchtlinge beginnt. Das wurde uns vor zwei Tagen so bekannt gegeben. So sehr wir jeden einzelnen Hilfseinsatz für Flüchtlinge begrüßen und vielleicht sogar selber gerne Teil dieser Hilfsaktion geworden wären, so sehr irritiert es uns, dass der 2015 neu angestellte Direktor Reningsborgs offenbar bewusst gewählt hat, H2O die schon vor Monaten beauftragten und fertiggestellten Umbaupläne zu verschweigen un...

Gebetsanliegen des Monats: Oktober

Dann wird mein Zorn entbrennen...

Ich weiß ja nicht, ob jemand den Text aus 2Mose 22,21 nach- oder weitergelesen hat. Ich hatte diesen Vers in meiner Mitteilung an CA Europa zitiert. Dort heißt es nämlich, dass wir "die Fremdlinge weder bedrängen noch bedrücken" sollen, denn wir sind selbst Fremdlinge in Ägypten gewesen. Mit anderen Worten: Aus Lebensgefahr und Unterdrückung in Sicherheit und Freiheit zu kommen, ist Evangelium, ist gute Nachricht. Mit der Befreiung Israels aus der Sklaverei in Ägypten lehrte Gott eine endrückiche Lektion des Evangeliums. Scheren wir uns nicht darum, haben wir mit Folgen zu rechnen: Gott wird das Schreien der Unterdrückten nicht nur hören, sondern erhören. Gott wird diesem Unrecht nicht tatenlos zusehen. Er macht sich auf, die Peiniger seiner Schutzbefohlenen heimzusuchen. Gott ist die Einhaltung dieses Gebots sehr ernst. Und dann wird sein Zorn entbrennen. Es ist ein wahrer Höhehepunkt in der Reaktion Gottes, aber ein solcher, den man lieber nicht erleben möchte: aph...

Mitteilung an CA in Europa

Diese Mitteilung war überfällig - aber jetzt ist's gesagt. Wenn auch in Englisch. Und ohne Untertitel.

Trauer in Trollhättan

Er war erst 21. Laut Polizei folgte er einem gut bekannten Muster. Still und unauffällig, manchmal vielleicht etwas zu still und etwas merkwürdig, aber sonst ruhig und nett. Doch innerlich gärt ein Hass auf irgendetwas. Manchmal gibt es Signale darauf, dass tief drinnen etwas nicht stimmt, doch diese Signale sind selten so deutlich, dass sie wirklich ernst genommen werden. Manchmal gibt es keine solchen Signale. Dann ist es zumindest für die Polizei unmöglich, etwas im Voraus zu erahnen. An die 5000 Menschen nahmen an der traurigen Manifestation gegen Gewalt und Fremdenhass teil. Auch H2O. Letzte Woche vor den Herbstferien. Für den Schweden war es dann so weit. In den Tagen vor dem Schlag zieht er sich einschlägige Naziseitenseiten an, hört rechtsextreme Musik im Netz, achtet genau auf die Texte, klickt "like". Am Donnerstagmorgen zieht er einen Nazihelm, eine Maske und einen Darth-Vader-Mantel an. In der Schule angekommen, glauben die Schüler zuerst, dies sei ein Hall...

Im Protest aufrecht stehen

Vor wenigen Tagen tweetete der bekannte deutsche Theologe Jürgen Moltmann: Mir gefällt diese Erinnerung im Angesicht einer sich bekriegenden und gegenseitig niederbrennenden Welt. Ich wusste nicht, dass Moltmanns Zitat zwei Tage später eine ganz besondere Bedeutung sollte. In Kronogården, einem Stadtteil Trollhättans, eben der Teil, in dem unsere CA-Kollegen wohnen, richtete ein 21-jähriger Schwede in einer Schule ein Blutbad an und stach mit seinem Schwert mehrere Menschen in der Schule nieder. Zwei junge Menschen starben, mehere liegen lebensgefährlich verletzt im Krankenhaus. Alle Opfer sind Ausländer, die Schule ist eine der ausländerreichsten in Trollhättan. Der Täter wurde von der Polizei niedergeschossen und erlag später den Schussverletzungen. Die Nachrichten und die Bilder schmerzen; die Tatsache, dass unsere Freunde einige auf der Schule persönlich kennen, macht es nur noch schlimmer. "Die ganz Welt ist ein Scheißhaus", kann ich nur immer wied...

Die Zukunft planen

Erstmal ein dickes Dankeschön an alle, die an uns denken und für uns beten, auch wenn für einige Zeit nicht viel auf diesem Blog passiert. Die letzten Wochen waren intensiv und gefüllt. Diese Zeilen schreibe ich am Ende des Herbsttreffens unseres Leitungsteams. Das Team lebt verstreut in ganz Europa. Wenn man sich sonst nur online trifft - was ein extremer Vorteil ist, den die meisten Generationen vor uns nicht hatten - so braucht man trotzdem (oder erst recht?) immer wieder Gelegenheiten zur persönlichen Begegnung. Zweimal jährlich schaffen wir also Treffen zum Reden, Planen, Spaß haben und zum Neutapezieren irgendeinens Raums mit Flipchartblättern und Post-it-Zetteln. Seit Linus, Gründer und langjähriger Leiter von CA die Organisation in andere Hände übergeben hat, ist CA durch einige Veränderungsprozesse gegangen. Einer davon ist der nicht ganz einfache Übergang von einer überwiegend amerikanischen Organisation, die anfangs nur englischsprachige Gemeinden gründete, zu eine...

Missionale Mutproben

Warum wir diese neue Zwiebelskala im Gegensatz zur alten Engelskala entworfen haben, steht hier . Die geistliche Reise heutiger Menschen entspricht schon lange keinem Lineal mehr, wo alles geradlinig, eindimensional und messbar verläuft. Viel zu komplex und unübersichtlich ist unser Leben geworden. Die heutige geistliche Reise entspricht vielmehr einer Zwiebel: Dreidimensional, mal größer, mal kleiner und vor allem hat sie viele Schichten. Der gemeine Durchschnittschrist kommt in der Regel immer nur mit der äußersten Zwiebelschicht seiner Mitmenschen in Berühung. Allzuoft müssen wir uns damit zufrieden geben. Vielleicht müssen wir's auch nicht, tun's aber trotzdem. Doch manchmal kommen wir eine Schicht tiefer: Auf dem Betriebsausflug, dem Straßenfest mit Nachbarn oder einer gemeinsamen Autofahrt lernt man neue Seiten seines Gegenübers kennen. Missionarisch gesinnte Gemeindechristen beginnen dann bald zu überlegen, wie man diesen Menschen in den Gottesdienst einladen kö...

Pfeil in der Kirche

Vielleicht sollten wir ja in Zukunft gleich ganze Gemeindehäuser verstecken. Denn wer weiß schon, wer sie alle sehen könnte? Eine Stockholmer Bischöfin hat den Vorschlag gemacht, "bei Bedarf" die christlichen Symbole in der Kirche zu verstecken und durch einen Pfeil nach Mekka zu ersetzen. Das solle ein "Service" für die anderen Religionen sein. Ich halte das natürlich für einen phantastischen Vorschlag! Auf diese Weise bekommt man nämlich jede Menge Buddhisten, Hinduisten und Atheisten in die Kirche, weil die ja nicht wissen, wo Mekka ist und schon lange auf einen solchen Service gewartet haben. Der Bedarf ist also in jedem Fall gegeben. Mir war es auch neu, dass es in Schweden Lotterien geben muss, wo man einen theologischen Abschluss ganz ohne Kenntnis von theologischen Zusammenhängen, Weltreligionen oder Kirchengeschichte gewinnen kann. Und man mit diesem Gewinn sogar noch echte Karriere machen kann. Ich werde mir gleich ein Los besorgen. Vielleicht kan...

Psalm 123

1 Ich hebe meine Augen auf zu dir, der du im Himmel wohnst.  Das tun wir hoffentlich immer wieder, denn die Augen sind das Fenster zur Seele. Unser Innerstes wird mit dem gefüllt, worauf wir sehen. Auch wenn das Sehen auf den Herrn für viele Christen nur noch im Gottesdienst geschieht, immerhin ist es regelmäßig. 2 Wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hände ihrer Frau, so sehen unsere Augen auf den Herrn, unseren Gott, bis er uns gnädig werde. In Gemeindevokabular sprechen wir zwar oft von "Herr", aber es scheint, niemand versteht heute noch annähernd, was "Herr" bedeutet. Wann haben wir schon mal in so totaler Abhängigkeit gelebt, wie diese Knechte und Mägde? Ausgeliefert, wartend, hoffend, genau beobachtend, und da ist nichts, gar nichts, was wir selber tun könnten. Wir sind machtlos, der Herr entscheidet ganz allein, ob, wann, und wieviel er austeilt. Nein, das kennen wir nicht mehr - wir können heute ...

Gebetsanliegen des Monats

Geschichte in der Seele

Gustav Vasa wurde 1527 zum Oberhaupt der schwedischen Kirche eingesetzt - und der Papst damit abgesetzt. Alle Schweden waren fortan per Gesetz lutherisch. Wer das nicht wollte, wurde des Landes verwiesen. Anknüpfend an den vergangenen Blogpos t könnte man sich fragen, warum prostchristliche Menschen, die nie was mit Glauben zu tun hatten, sich nach der Bekehrung in "herkömmlichen", traditionellen Gemeinden wohler fühlen.  Dieses Jahr kam eine interessante Studie heraus, die einen Hinweis geben könnte. Abgesehen davon, dass wir nicht nicht wissen, ob die Neubekehrten nicht vielleicht doch aus der traditionellen sozialen Kartoffel kommen und wir außerdem davon ausgehen müssen, dass die meisten sich der Gemeinde anschließen werden, die sie zum Glauben geführt hat, spielt wahrscheinlich unser tiefstes Seelenleben eine größere Rolle, als man meinen will. Der Religionshistoriker David Thurfjell geht in seinem neu erschienenen Buch vom "gottlosen Volk" - d...