Direkt zum Hauptbereich

(4) Am rechten Fleck

Nicht nur das Herz muss am rechten Fleck sitzen. Auch H2O muss am rechten Platz stattfinden. Wenn ein Gemeindehaus oder Kirchbau ein zu großes Hindernis darstellt, muss man was anderes finden. Anfangs dachten wir, Privatwohnungen könnten eine Alternative sein, nach dem Modell der Hauskirchen. Aber funktioniert in Schweden nur mit Menschen, die schon engagierte Christen sind. Ansonsten gilt "my home is my castle", dort will man nicht groß gestört werden und auch niemanden stören. Mit anderen Worten: Niemand geht in das Heim eines anderen, wenn man nicht zur Familie gehört, ein besonders enger Freund ist oder einen anderen wirklich außergewöhnlichen Anlass hat. Meine Freunde würden wohl niemals in Lukes Haus kommen, und wenn wir beide auch noch so herzlich einlüden. Und umgekehrt. Sich unter freiem Himmel zu treffen wäre eine klasse Alternative, aber leider ist das Göteborger Wetter nicht für diese Lösung. Wir brauchen also einen Platz, der keine Kirche, aber allgemein anerkannt ist und wo man sich zwanglos treffen kann um allerlei zu veranstalten.

* * *

If 1) we want to be a community that LEAVES church buildings and if 2) church buildings are too much of an obstacle anyway for people to come we need to find alternatives to meet people or, to be more concrete, to build up community. First we thought homes and houses could be an alternative. But it's not. At least not in Sweden. Or to be fair and precise, it's no alternative at all among people who aren't already involved in some sort of church ministry. Rather you say "my home is my castle. Here I neither want to be disturbed nor would I dare to disturb others." One only enters somebody elses house if
- they are already Christians
- he or she is a member of the family
- he or she is a close friend
- he or she is a crafts(wo)man
- there is a really special reason for an invitation like a 30th birthday.
So if we just want to do a hang out party or small group no one of my friends would follow along to Luke's home and vice versa. So we need to find other solutions. Open-air-meetings would be thrilling if we only had Cote-Azur weather. Anyway, if we want to succeed we need a public non-intimidating venue.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Gemeinde - ein Verein oder eine Firma?

Bald ist wieder GLS-Zeit in Schweden. GLS heißt Global Leadership Summit und ist nichts anderes als Willow-Creeks jährliche Leiterkonferenz. In Schweden wird GLS in den Großstädten angeboten als eine halb Live, halb aufgezeichnete Veranstaltung. Unser Partner Saron ist Treffpunkt für alle Gemeindeleiter im Göteborger Raum. Natürlich werde auch ich wieder da sein, nicht zuletzt, um andere Gemeinden zu treffen und um getroffen zu werden. Nun habe ich selbst meine Leiterausbildung in den USA absolviert und weiß, dass die Amis hier sehr viel Gutes zu sagen haben. Ich weiß auch, dass die Deutschen in Sachen Menschenführung und Leitung deutlich mehr Nachholbedarf haben als die Schweden. Und so begeistert ich von vielen Dingen auch immer noch sein mag, ein paar Fragen wollen mir nicht mehr aus dem Kopf: Muss Gemeinde wie eine Firma geführt und strukturiert werden? Muss Gemeinde wie ein Verein geführt und strukturiert werden? Und wenn die Antwort auf beide Fragen auch Nein lauten kann, wie mu...

Der Lohn der Sünde

Der Lohn der Sünde ist Tod. Das steht im Römerbrief, Kapitel 6, 23. Sünde, Tod, klingt nicht angenehm. Vor allem, dass Sünde im Singular dasteht. Der Lohn jeder einzelnen Sünde, egal wie groβ oder klein, ist Tod. Nur einmal die Unwahrheit gesagt, und es ist geschehen. Perfekt gelebt, aber einmal war mir mein Job wichtiger als Gott – vorbei. Sünde ist höchstexplosiv, wenn sie in Gottes Nähe kommt. Wie Benzin, das auch keine Experimente mit Feuer verzeiht. Ein einziger Funken reicht. Wer in die Nähe Gottes kommt – und spätestens nach diesem Leben werden wir alle dort erscheinen – und nur einen einzigen, winzig kleinen Sündenfleck an sich trägt, den wird’s zerreiβen. Zu groβen Verhandlungsdiskussionen wird es gar nicht erst kommen. Einer trostlosen Zukunft sehen wir nach diesem Leben entgegen, denn wer kann schon behaupten, makellos zu sein. Von Jesus wird gesagt, dass er Gott selbst war. Es wird berichtet, Gott sei Mensch geworden. Man liest, er war makellos, ohne Sünde. Er musste nicht ...

Wer erntet die dicksten Kartoffeln?

Wer es noch nie gesehen hat, dem sei es hiermit gezeigt: Unsere Gesellschaft setzt sich aus vielen Subkulturen zusammen. Das Bild ist ein Beispiel für Deutschland, wo sich das Sinusinstitut in seinen sogenannten "Milieustudien" auf zehn Milieus oder Kartoffeln begrenzt. Sinus macht solche soziologischen Studien in erster Linie für Firmen, die ihr Produkt möglichst punktgenau in einer passenden Zielgruppe vermarkten wollen. Es ist eine fantastische Brille, mit der man klarer sehen kann, mit wem man es eigentlich zu tun hat und wie die gewünschten Kunden so ticken. Wenn sich Pastoren, Pfarrer oder ganz normale Christen diese Brille auf die Nase setzen, sehen die meisten entweder rot oder schwarz. Einigen wird auch gerne schwindelig oder sogar so schlecht wie bei einem Horrortrip. Warum nur? Weil Sinus ebenfalls herausgefunden hat, dass Kirchen und Gemeinden, völlig egal welcher Farbe, Konfession oder Denomiation, fast ausschließlich aus einem ca. 15% großen Segment am lin...