Die ersten Wochen Sprachkurs liegen nun hinter uns. Karen ist vergangene Woche in einen höheren Kurs befördert worden, weil sie vor allem im Verstehen so gute Fortschritte machte. Für mich geht heute die zweite Woche zu Ende. Der Kurs ist super, wir haben zwei Lehrerinnen und eine Gruppe aus ca. 25 Teilnehmern, nahezu alle aus verschiedenen Ländern, mit denen ich mich super verstehe. Die meisten sind hier, weil sie schwedische Partner haben und im Land arbeiten wollen. Auch Karen hat eine nette Clique in ihrem Kurs, und letztes Wochenende haben wir uns als Familie zum ersten Mal mit einer Gruppe aus Karens Kurs zum Bowling getroffen. Die Kurse machen viel Arbeit - fast 40 Std. pro Woche, aber auch viel Spaß. Besonders freuen mich aber auch die entstehenden Freundschaften in der Kursgruppe. Taritz z.B. aus Marokko, er begann diese Woche, mich morgens mit dem Bruderkuss zu begrüßen. Zugegeben, etwas ungewohnt für mich, aber ein Zeichen von wachsenden Beziehungen.
Ich liebe meinen Herrn. Ich liebe ihn wirklich. Er hat mein Leben auf eine Weise geführt und gestaltet, wie ich es zu Beginn meiner Reise mit ihm nicht zu träumen gewagt hätte. Deshalb stört es mich dieses Jahr auch mehr als sonst, wenn " Joy to the world, the Lord has come " aus allen Kaufhauslautsprechern tönt. Wenn er vermarktet wird und Kassen klingeln lassen soll. Wenn das Unbegreifliche der Menschwerdung vor den Konsumkarren gespannt wird. Vielleicht will deshalb dieses Jahr auch keine typische Weihnachtsstimmung in mir aufkommen. Weil mir so viel an Weihnachten verdreht vorkommt in einer Welt, die Jesus aggressiv verleugnet außer zur Weihnachtszeit, wo er gut genug ist zur Steigerung des Umsatzes. Und nur dazu. Gefühlsduselige Weihnacht zum Doping des Kunden. Wir Christen sind nicht völlig unschuldig daran. Wir haben die Gefühlsduslei erfunden, wenn auch aus gutem Grund. Doch vieles haben wir unnötig verduselt. Zum Beispiel durch unser romantisches Krippenbild. Ein B...
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