Das war dann doch eine Nachricht für die Zeitung: "Schweden wird um einen Gemeindebund ärmer" - so beginnt die Notiz. Die schwedische Heilsarmee schließt zum Jahresende ihre Pforten für immer. Überalterung und schrumpfende Mitgliedszahlen machten diesen Schritt notwendig. Es fühlt sich ein bisschen an wie beim Tod eines alten Verwandten: Obwohl alle wissen, dass es bald zu Ende gehen wird, so macht einen die endgültige Nachricht dann doch betroffen. Und es zeigt wieder einmal, dass wir in einer Zeit leben, wo nicht nur Gemeinden, sondern ganze Gemeindebünde sterben. Die Heilsarmee war weder die erste Tote noch wird sie die letzte sein.
Ich liebe meinen Herrn. Ich liebe ihn wirklich. Er hat mein Leben auf eine Weise geführt und gestaltet, wie ich es zu Beginn meiner Reise mit ihm nicht zu träumen gewagt hätte. Deshalb stört es mich dieses Jahr auch mehr als sonst, wenn " Joy to the world, the Lord has come " aus allen Kaufhauslautsprechern tönt. Wenn er vermarktet wird und Kassen klingeln lassen soll. Wenn das Unbegreifliche der Menschwerdung vor den Konsumkarren gespannt wird. Vielleicht will deshalb dieses Jahr auch keine typische Weihnachtsstimmung in mir aufkommen. Weil mir so viel an Weihnachten verdreht vorkommt in einer Welt, die Jesus aggressiv verleugnet außer zur Weihnachtszeit, wo er gut genug ist zur Steigerung des Umsatzes. Und nur dazu. Gefühlsduselige Weihnacht zum Doping des Kunden. Wir Christen sind nicht völlig unschuldig daran. Wir haben die Gefühlsduslei erfunden, wenn auch aus gutem Grund. Doch vieles haben wir unnötig verduselt. Zum Beispiel durch unser romantisches Krippenbild. Ein B...

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