Direkt zum Hauptbereich

Leaders are Readers!

Wisst Ihr, was in unserem Dienst mit zu den wichtigsten Dingen gehört? Das Lesen. Es ist unmöglich, kreativ zu denken, neue Wege zu wagen, andere Ansätze zu entwickeln, wenn man sich nicht ständig inspirieren lässt. Wenn man gar nicht mitbekommt, was andere schon gedacht, gesagt, gemacht, geschrieben haben. Wenn man nur im eigenen Saft brät. Neulich las ich von einem Pastor, als er beschrieb, nach welchen Grundsätzen er andere Pastoren und Kollegen auswählt und einstellt. Ein Grundsatz war: "Leaders are readers!" - oder auf deutsch: Leiter lesen. Wenn der Bewerber keine Bücher oder vielleicht nur ein Buch wiedergeben kann, das er im vergangenen Jahr gelesen hat, ist er durchgefallen. Dabei muss man nicht nur das lesen, was immer auf einer Wellenlänge mit mir ist. Nicht immer nur Bill Hybels und Rick Warren. Ganz im Gegenteil. Oft schrieben oder schreiben "die anderen" Bücher, die umso wichtiger sind, wenn man wirklich verstehen will. Weltliteratur, die ganze Kulturen geprägt hat. Ich denke an Nietzsche, der die ganze Postmoderne so unglaublich geprägt hat, oder an Dantes "Göttliche Kommödie", die ich bisher nur auszugsweise lesen konnte. Seit einigen Monaten stelle ich mir eine Literaturliste zusammen mit Werken, die ich gerne noch durcharbeiten möchte bzw. müsste. Die meisten Werke sind Empfehlungen von Freunden, denen ich vertraue. Und weil ich manchmal gefragt werde: "Was können wir dir mitbringen?" Oder: "Hast du einen Wunsch?" mache ich meine Bücherwunschliste hiermit öffentlich. Wenn jemand etwas schenken möchte, so trifft er oder sie damit IMMER ins Schwarze.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Gemeindegründungskurs

Übermorgen (Mittwoch) werde ich nachmittags zum zweiten Mal eine dreistündige Vorlesung zum Thema Gemeindegründung halten. Studenten aus ganz Schweden werden online zugeschaltet sein. Für mich persönlich ist dies eine wirklich große und wichtige Sache. Während der ersten Vorlesung ging es um die Theologie der Gemeindegründung. Am Mittwoch wird es um die Praxis gehen. Wir werden zu weiten Teilen über den von CA entwickelten "Missional Actions Plan" reden (MAP). CA unterstützt dieses Projekt mit einem eigens für diesen Kurs professionell produziertem Video. Euch würde ich herzlich bitten, für diesen Kurs, die Stundenten, Mittwochnachmittag und vor allem die langfristige Frucht des Kurses zu beten. Danke!

Der Lohn der Sünde

Der Lohn der Sünde ist Tod. Das steht im Römerbrief, Kapitel 6, 23. Sünde, Tod, klingt nicht angenehm. Vor allem, dass Sünde im Singular dasteht. Der Lohn jeder einzelnen Sünde, egal wie groβ oder klein, ist Tod. Nur einmal die Unwahrheit gesagt, und es ist geschehen. Perfekt gelebt, aber einmal war mir mein Job wichtiger als Gott – vorbei. Sünde ist höchstexplosiv, wenn sie in Gottes Nähe kommt. Wie Benzin, das auch keine Experimente mit Feuer verzeiht. Ein einziger Funken reicht. Wer in die Nähe Gottes kommt – und spätestens nach diesem Leben werden wir alle dort erscheinen – und nur einen einzigen, winzig kleinen Sündenfleck an sich trägt, den wird’s zerreiβen. Zu groβen Verhandlungsdiskussionen wird es gar nicht erst kommen. Einer trostlosen Zukunft sehen wir nach diesem Leben entgegen, denn wer kann schon behaupten, makellos zu sein. Von Jesus wird gesagt, dass er Gott selbst war. Es wird berichtet, Gott sei Mensch geworden. Man liest, er war makellos, ohne Sünde. Er musste nicht ...

„The Sound of Music“

Nun haben wir es also angeboten und selbst eingenommen, unser erstes Antiherbstdepressivum, in Form eines lustigen Filmnachmittages in unserer Gillestuga mit gemeinsamen Essen. Schön war’s! Und wir sahen ein höchst interessantes Werk: „The Sound of Music“, ein amerikanisches Musical als Heimatfilm aus dem Jahre 1965, das zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in Salzburg spielt. Alle Schweden kennen es so gut, dass es hier darauf Parodien und Anspielungen in der Werbung gibt. Unser Holländer in Team sagte, in Holland wachse man mit diesem Film auf, er konnte alle Dialoge mitsprechen. Und unsere Amerikaner konnten sämtliche Lieder des Musicals auswendig mitsingen. Nur Karen und ich blamierten uns mit unserer Bildungslücke. Wir haben bis jetzt aber auch noch keinen anderen Deutschen gesprochen, der den Film je gesehen hat ( Gibt’s einen? Bitte sofort unten einen Kommentar hinterlassen!!! ) Man sagte uns, in Amerika gehe man davon aus, dass in Österreich jeder in das (englische) Lied „Edelwei...