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Posts

Abenteuerlustig?

Gebetsclip!

Coaching

Eins ist sicher: Es wird keine einfache 08-15-Lösungen für die Gemeinde der Zukuunft geben. Jede Situation ist einzigartig, muss individuell navigiert werden. Gerade aus diesem Grund entwickeln wir gerade eine Coachingplattform für Gemeindegründer und missionale Initiatoren. Etwas, dass mir hier sehr am Herzen liegt, ist die geistliche Dimension eines solchen Werkzeuges: Es ist Gottes Gemeinde und soll es auch bleiben, er behält den Löwenanteil. Zum Glück sieht das unser ganzes Team ganz genauso, und deshalb beten wir bei allen unseren Treffen ganz konkret darum. Doch vielleicht möchtest Du ja auch ein Gebet zum Himmel schicken? Wird keinem schaden! Screenshot unseres heutigen Planungstreffen mit einem Teil des Teams.

Thinklings 2017: In der Lutherstadt?!

JA! Auch 2017 Jahre nach der Geburt des Herrn werden sich die THINKLINGS wieder treffen um zu thinken. Und was bietet sich besser an als New Reformation - wofür protestieren wir und welche neue Formen werden für die Zukunft gebraucht? Da ich mich gerade in der Lutherstadt Marburg aufhalte thinkte ich: Warum eigentlich nicht hier thinken? Was meint ihr? Hinter diesen Fenstern des Schlosses zu Marburg geschah das Unglaubliche: Luther und Zwingli konnten sich nicht einigen. Der Grund: Die heilige Stulle.  Das wollen wir besser hinkriegen: Wie kriegen wir in Sachen New Reformation Licht ins Dunkel? Durch diese hohle Gasse muss die Weisheit kommen.  Vorbei am schiefen (Kirch-) Turm von Marburg: Die Lutherkirche Im schlimmsten Fall kann man ja im Rathaus um Rat fragen.  Oder wir konsultieren mal die Heilige Elisabeth von Thüringen in ihrer Kirche.  Wenn alles nichts hilft, genießen wir einfach Marburger Archite...

Sind wir nicht alle ein bisschen Milieu?

N Im ”konservativ-etablierten Milieu” ist man 53 Jahre alt. Hat das zweithöchste Einkommen aller Milieus. Im ”hedonistischen Milieu” ist erlaubt, was Spaß macht. Was nicht, wird vermieden. Die ”bürgerliche Mitte” ist schrumpfender Mainstream der Gesellschaft. Bucht gerne Pauschalreisen. Das ”adaptiv-pragmatische Milieu” hat die geringste Bereitschaft aller Milieus, sich für sozial Benachteiligte einzusetzen. Aber es hat Zukunftsaussichten: Es wird morgen der neue Mainstream sein. Gemeinden erreichen vor allem das traditionelle Milieu, doch das schrumft bald schon auf nur 9% Deutschlands. Das ”expeditive Milieu” wächst wie Pilze im Herbst, wird aber von Kirchen und Gemeinden so gut wie gar nicht erreicht. Das ist das Superextrakt eines Vormittages auf der Kirche-und-Milieu-Tagung. Peter Martin Thomas, Leiter der Sinusakademie stellte die zehn deutschen Subkulturen erfrischend anschaulich dar und macht deutlich: Gemeinde befindet sich nur in wenigen Milieus mit ganz typischen Werten...

Kartoffelkiste

Der erste Tag auf dem Kirche-und-Sinus-Treffen ist um. Hach! Was es nicht alles zu lernen gibt! Hoffentlich bald mehr. 

Wieviele Kilo wiegt Mission?

Es war mal wieder soweit. Obwohl ich eigentlich sehr gut schlafe, passiert es mehrmals im Jahr. Wenn die Nacht am tiefsten ist, wache ich auf. Oft mit Herzklopfen und einer starken Unruhe. Dann sehe ich der Reihe nach Gesichter vor mir. Es sind die Menschen, denen ich versucht habe, Jesus vorzuleben - in frommer Sprache ausgedrückt "ein Zeugnis zu geben". Es sind die Gesichter derer, die Jesus noch immer nicht gefunden haben. Ich frage mich dann, ob ich alles richtig gemacht habe. Ob ich deutlich genug war. Oder zu deutlich. Auch meine Fehler fallen mir ein. Wo ich was Falsches gesagt oder gemacht oder eben nicht gesagt oder gemacht habe. Das Gewicht der Mission drückt mir dann schwer auf die Brust.  Was kann man machen, wenn man nachts hilflos so da liegt? Nachdem ich mich vom ersten Schrecken erholt habe, beginne ich meist für diese Namen zu beten. Erst zögerlich, dann etwas deutlicher. Doch in der Regel läuft es immer darauf hinaus, dass ich alles Jesus neu anve...

Aufgepasst! Schwedische Banknoten und Münzen werden ungültig!

War jemand von Euch mal in Schweden und hat noch Bargeld in der Reisekasse? Dann dringend herhören: Zum 30. Juni werden alle 100kr- und 500kr-Scheine sowie alle 1kr- und 5kr-Münzen UNGÜLTIG. Ab dem 1. Juli kann man NICHT MEHR damit bezahlen. Banken nehmen sie nur bis August entgegen. Danach werden sie mehr oder weniger ungültig, d.h. man kann sie nur noch gegen sehr hohe Gebühren eintauschen, was sich de fakto meist nicht lohnt. Solltet Ihr nicht mehr rechtzeitig nach Schweden kommen, dürft Ihr das Geld gerne an uns schicken und wir übernehmen für Euch die fachgerechte Entsorgung... ;-) 20kr-, 50kr- und 1000kr-Scheine haben schon 2015 ihre Gültigkeit verloren. Einen möglichen neuen Verwendungzweck schlage ich auf dem Foto vor. Also: Reisekasse überprüfen! Auf der Suche nach alten Banknoten fanden wir diese beiden 50kr-Scheine in einer Spardose. Nun suchen wir nach einem neuen geeigneten Verwendungszweck.

Drei Tage Örebro

"Was ist eigentlich das Evangelium?" Keine selbstverständliche Antwort mehr 500 Jahre nach der Reformation. Für meinen Kollegen Fredrik Wenell war dies der Auftakt zu seinem Kurs "Theologische Integration". Schweden ist ein großes Land. Flächenmäßig ist es genau 1,25 mal größer als Deutschland. Aber dafür gewinnt Deutschland bei den Einwohnern: mehr als acht mal so viele Sardinen verglichen mit Schweden. Mit anderen Worten: Wenn man's nicht bewusst einplant, läuft man sich statistisch gesehen in Schweden nicht so oft über den Weg. Und wenn sich nur 150 ALT-Studenten auf ganz Schweden verteilen, weil sie in fünf verschiedenen Studienzentren büffeln, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Begegnung ganz dramatisch. Deshalb plant ALT mehrere Treffen jährlich für alle werdenden Pastoren, Gemeindegründer und Theologen ein. Diese Woche trafen wir uns von Dienstag bis Donnerstag in der theologischen Hochschule Örebro. Hier wurden Kurse abgeschlossen und n...

Mutproben

Es war sehr belebt um uns herum. Ich saß mit einem Mann in der Mitte einer riesigen Halle in einer Art überdachtem "Straßen"-Café. Während wir ein gutes und tiefes Gespräch hatten, strömten Massen von Menschen an uns vorbei. Die meisten Seelsorgegespräche führe ich auf diesem Teil der Lebensbühne - öffentlich, mitten im Leben. Plötzlich, als ich für einen kurzen Moment abgelenkt war, weil ich etwas aus meinen Sachen hervorkramen musste, sprang mein Gegenüber fluchtartig auf und verschwand. Ich sah nur, wie er dem Pfeil zu den Toiletten folgte und fragte mich, wie nötig er es wohl gehabt haben musste. Doch dann erkannte ich ihn wenige Meter hinter dem Toilettenpfeil im Gespräch mit jemanden, den ich nicht sehen konnte. Wenige Minuten später kam mein Freund zurück und entschuldigte sich, dass er einfach so abgehauen sei. Doch jeden Tag wolle er etwas machen, was er sich eigentlich gar nicht traue zu tun. "Und dann ging da gerade eben dieser Herr mit seinem phantastis...

Forge Schweden

Das Forge Schweden-Team zeigt Forge Europadirektor Alan Stockholm bei Nacht.

Happy Camper

Nee, das hat nix mit camping zu tun. Ein happy camper ist einfach ein Mensch, der gerade glücklich ist, und so fühle ich mich an diesem Sonntagmorgen (nach einer ziemlich kurzen Nacht) während ich gerade auf Heimreise von Stockholm zurück nach Göteborg bin. Wir haben das vierte von fünf Forgewochenenden sehr gut hinter uns gebracht. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Teilnehmer entwickeln, diskutieren, ehrlich sind, Gäste einladen, die "das auch unbedingt mal erleben" sollen. Auf dem ersten schwedischen Forgetraining passiert etwas, wovon ich von Anfang an mit unseren Dienst bei H2O geträumt hatte: Interesse, Neugier und Dominoeffekt. Das allerbeste ist, das sowohl die Leiter als auch alle Teilnehmer sagen, man erlebe auf jedem Wochenende die Gegenwart Gottes im Heiligen Geist. Den krönenden Abschluss jedes Wochenendes bildet eine "Liturgie", die wir selbst erfunden haben: Alle stehen im Kreis und der erste sagt, zu welchen Menschen er sich nach dies...

Weiter schmieden

Das Forgeteam des Monats: Mattias und Steph, Alan und meine Wenigkeit Das vierte Forgewochenende hat gestern Abend in Stockholm losgelegt. Eine phantastische Gruppe mit viel Passion und Liebe zum Herrn. Dieses Mal geht es um die Frage, was missionale Leitung ist, wie die Rolle des Leiters sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat und wie sich dies auf unsere Gemeindearbeit und Gründungsprojekte auswirkt. Vielleicht magst du ja ein kurzes aber knackiges Gebet für Schüler und Lehrer sprechen? 

Lehre uns bedenken...

Bahre für rituelle Totenwaschungen In den vergangenen Wochen muss Gott gewollt haben, dass ich unabhängig voneinander mehrere Menschen treffen sollte, die sich gerade mit dem Tod beschäftigen. Und obendrein war ich heute im Leichenhaus der Göteborger Uniklinik, um meinen ALT-Studenten zu helfen, anderen Menschen zu helfen, denen der Tod in den Weg getreten ist. Es ist interessant und aufschlussreich zu beobachten, wie unterschiedlich man dem Tod begegnet. Doch der Trend unserer Zeit ist eindeutig Verdrängung: Bloß nicht drüber nachdenken - bis man eines Tages muss. Die zweitgrößte Gruppe (und dies ist keine repräsentative Statistik sondern meine eigene Beobachtung über viele Jahre) sind jene, die bedenken, dass sie sterben wollen (nicht müssen). Nicht wegen einer schweren Krankheit, von deren Schmerzen sie befreit werden möchten. Es ist die Pein des Lebens und der Seele, welche die Gedanken immer wieder in Richtung Freitod drängt. Nur wenige wagen den letzten Schritt; gut, dass...

Christen für den Umweltschutz?

Christen der (heute) nicht mehr ganz so jungen Generation ist sicher noch gut in Erinnerung, dass Umweltschutz eher was für "die Alternativen" war, die keine "Ewigkeitshoffnung" haben und sich deshalb für das Diesseits einsetzen. Wir Christen aber erwarten das Jenseits, und obendrein glauben wir, dass eines Tages unser vergaster Himmel zusammengerollt (Offb 6,14) und die verseuchten Elemente der Erde vor Hitze zerschmelzen (2Petr 3,12), kurz: sowieso vergehen werden. Warum also Umweltschutz, wenn sowieso alles in Gottes galaktischem Recyklinghochofen landen wird und wir auf einen viel besseren Himmel warten? Mit Gedanken wie diesen im Kopf hatte ich mir 1987 einen alten, gebrauchten Range Rover, V8 mit zwei ausgelassen feiernden Vergasern gekauft, die sich frohgelaunt und gegenseitig zuprostend 28 Liter Sprit auf 100 Kilometern ex-und-hopp schamlos reingezogen haben. Das sind fast drei Eimer leergesoffen alle 100 Kilometer... Aber der Sound war cool! Heutzu...

Reisezeit ist Lesezeit

Von März bis Mai reise ich mehr als sonst. Doch ich liebe das Unstetige, mag neue Menschen treffen, Metros kennenlernen, Sprachen enträtseln, das Improvisieren bei ausgefallenen Verbindungen oder auch, wie neulich mal, mit einem brennenden Fahrwerk landen. Es bringt mich auf neue Ideen, fordert mein Denken heraus, bewahrt mich vor eingefahrenen Spuren, denn diese wären der Tod der Suche nach Gemeinde in der Zukunft. Doch schlimmer als der Tod ist die Hölle danach, und für mich wäre es ein quälendesFegefeuer als Bibliothekar zwischen Regalen eingesperrt zu werden, wo alles exakt geordnet werden muss. Dabei habe ich gar nichts gegen Bücher! Erst Recht nichts gegen gute Bücher. Im Gegenteil, das Reisen gibt mir Offline-Zeit  zum Lesen, Beten, Nachdenken. Jede Reiseetappe wird somit zur Lektion. Der Stift auf dem Foto ist übrigens ein selbstgefertigter Schreiber aus besonderem Holz aus dem Nordwesten der USA, handgefertigt von meinem Communitas-Freund und Kollegen Bill aus Alaska....

Erdogan & Trump & Co: Welch ein Segen sie doch sind!

Deutsche Politiker fragen sich, ob Erdogan "noch bei Sinnen" sei. Das ZDF berichtet verstört über Donalds Tweets. Am Stammtisch hört man Worte wie "bekloppt" oder "hirnlos". Doch mindestens bekommt man immer mal ein wortloses Kopfschütteln, wenn es um diverse aktuelle Landesführer geht. Wir halten Erdogan & Trump & Co für gefährlich. Sie reden selbst auf Stammtischniveau, und das lässt irgendwie innere Alarmglocken läuten. Sie fordern Dinge, die keiner will, zum Beispiel massive Aufrüstung. Sie bedrohen unsere Gartenzwergidylle. Doch genau deswegen sind sie so ein Segen. Wir alle sind bequeme, egoistische Wesen. In unseren Wohlstandszeiten geht unser geheimes Streben nach einem immer noch etwas weicheren Sofa. So sehr Gott uns Wohlstand gönnt und herzensgerne genießen lässt (wenn er es freilich auch nicht versprochen hat), so sehr warnt er uns davor, in Undankbarkeit zu verfallen. Dankbarkeit ist in Gottes Augen etwas sehr spezifisches: Sie ...

Der Alltag - eine pausenlose Predigt

Und in zehn Jahren?

Passend zu meinem Blogpost über " Zehn Dinge, die es vor zehn Jahren noch nicht gab " hatte ich heute eine Unterhaltung mit meinem Sohn über den Mobile World Congress , der kürzlich in Barcelona stattfand. Sein Arbeitgeber hatte einige Mitarbeiter, darunter einen Futurologen dorthin gesandt, um sich über die neuesten Trends zu informieren. Wer glaubt, die Technik habe bald das Ende der Fahnenstange erreicht, wird überrascht werden (oder enttäuscht - je nachdem, wie man es sieht...). Die Entwicklung schreitet derzeit immer schneller voran. Das bedeutet, es werden immer mehr Chips unseren Alltag beeinflussen, und das bedeutet, unser Alltag wird sich noch mehr und noch schneller verändern. Einige Stunden zuvor hatte ich eine Vorlesung zum Thema " Warum Gemeindegründung? " gehalten. Dort gab ich mein Bestes, um den Studenten vor allem eins mit auf den Weg zu geben: Es geht heute bei Gemeindegründung weniger um den Start eines neuen Gottesdienstes in einem anderen G...

Gebet für Holland

Himmlischer Vater, Herr der Nationen, wir bitten Dich heute für unsere Nachbarn in den Niederlanden. Sie treffen eine wichtige Entscheidung und wir bitten Dich um Weisheit, Weitblick und vor allem um Frieden. Möge Dein Reich mehr und mehr durchschimmern. 

... und Er liebt sie doch!

Nicht selten habe ich über die Zustände im alten Rom - nicht zuletzt in den "biblischen" Gemeinden - den Kopf geschüttelt. 1Kor 1,11 ja noch ein auffallend harmloses Beispiel. Naja, dachte ich, damals wussten sie es wohl nicht besser. Aber wir, ja wir, heute, 2000 Jahre später, wir wissen es natürlich. Wir sind aufgeklärt, erfahren, erwachsen. Nicht wahr? Ach, was sind wir aufgeklärt! Ja, Pustekuchen auch. Ich höre immer und immer wieder Geschichten,  die mir die Gesichtszüge entgleisen lassen. Manchmal muss ich nachfragen: Habe ich da gerade richtig gehört?! Was hat der Pastor gemacht?! Was hat die Gemeindeleitung gesagt?!?! Schließlich höre ich ja nur wenig auf meiner Muttersprache. Und mein Gehör war auch noch nie das beste. Doch so oft ich auch nachfrage, die Geschichten werden selten besser. Meistens tut's beim zweiten Mal nur noch mehr weh. Hach! Doch dann denke ich an die Zustände im alten Rom. Und zwar in den "biblischen" Gemeinden. Die Besserwiss...

Herz für Muslime

Am vergangenen Samstag sind einige H2O'ler, darunter Karen, zur "Heart For Muslims" Konferenz nach Örebro gefahren. Hier sind ein paar ihrer Eindrücke: Einer der Haupredner: Steve Bell Im Gespräch mit Steve Bell: "Ein faszinierende Person" Open Doors darf natürlich auch nicht fehlen Liebe H2O-Kollegen: Johanna und Daniel Karen und Johanna vor dem... Schloss in Örebro Seminar zum Thema Frauen im Islam begegnen und verstehen Weiterer Vortrag des Hauptredners: Wie werden wir sie in unser Land, unsere Gemeinden integrieren?

Gebetsclip

Was haben wir mit Jesus gemacht?

Eigentlich bin ich vor ein paar Tagen nur deswegen an diesem TED-Video hängen geblieben, weil ich eine Gemeinde mit ähnlichem Namen kenne und wissen musste, ob es sich hier um dieselbe Gemeinde handelt. Zum Glück war das nicht der Fall, denn die Gemeinde dieser TED-Talkerin befindet sich in den USA. Doch während ich dem 15-minütigen Vortrag folge, schüttel ich innerlich immer wieder den Kopf. Was haben Christen nur mit Christus gemacht? Ich höre mit den Ohren eines Missionsleiters zu. Zwangsläufig denke ich an mein Team, unsere Passion. Das Herz meines Teames, des sogenannten European Advancement Teams, unsere allererste, zentralste und wichtigste Aufgabe ist es, ein Netzwerk zu bauen und aufrecht zu erhalten, das Menschen, Gemeinden, Umgebungen, vielleicht sogar ganze Städte verändert. Wenn wir Veränderung sagen, meinen wir Jesus ähnlicher werden . Doch wir müssen uns immer wieder die unbequeme Frage stellen: Wollen wir WIRKLICH diesem Jesus ähnlicher werden?! Der Name Jesu...

Sei ein Zeuge!

Hunt the Haggis

Es muss ihn geben, den Haggis. Er ist der schottische Wolpertinger, wird kaum lebend gesichtet und liegt doch jeden Morgen als Wildbret auf dem Frühstücksteller, hoch oben im Norden des noch vereinigten Königreiches. Ach! Wenn sich doch manches zwischenmenschliche Problem, das unsichtbar durch unsere Gemeinschaft spukt, ebenso einfach verwursten ließe! Wir könnten dreimal so viele Menschen auf dem Globus sättigen! Stattdessen jagen wir ihnen meist ebenso blind hinterher wie beim "Hunt the Haggis" auf schottischen Highland Games.  So denkt es in mir, während ich im B & B mein "Full Scottish Breakfast" betrachte und mir all die Geschichten durch den Kopf gehen, für die ich gekommen bin, um sie mir ohne Umwege mit eigenen Ohren selbst anzuhören.  Natürlich kann ich hier aus Diskretionsgründen nicht jeden einzelnen Haggisköttel beschreiben. Doch ich ahne: Der Weg zum Haggis ist nicht leicht. Er ist steinig und schwer. 

Pastor mit weit verstreuter Gemeinde

Ich fühle mich eher wie ein Cowboy als ein Hirte. Aber beide haben ja ähnliche Aufgaben. Im Moment komme ich mir eher wie ein Pastor als wie ein Missionsleiter vor. Meine Gemeinde ist auf ganz Europa verteilt, sie dienen in verschiedenen Städten, und jeder hat an seiner Front zu kämpfen. Durch die vielen Wechsel in der Communitasleitung in den vergangenen Jahren fühlt sich der ein oder andere etwas vernachlässigt, verunsichert oder gar verwaist. In Absprache mit meinem Leiungsteam, der "Gemeindeleitung" wenn man so will, haben wir uns geeinigt, dass alle Projekte "Hausbesuche" benötigen. Wenn man weit verstreut lebt, geht nichts über persönliche Begegnungen. Ich hätte nie und nimmer gedacht, dass mir die persönliche Begegnung, die Zeit von Mensch zu Mensch einmal so wichtig werden würde. Es geht darum, zu hören und lernen, Beziehung und Vertrauen zu bauen und vor allem die gemeinsame Vision zu bauen und zu vermitteln. Heute geht es zu diesem Zweck für drei Tage...